Schachern um Linkedin: Microsoft macht Zugeständnis, EU winkt durch
Die LinkedIn-Übernahme durch Microsoft steht in der EU nicht gerade unter einem guten Stern. Während es in anderen Wirtschaftsräumen kaum Bedenken gegen den Aufkauf gab, muss Microsoft nun auf dem alten Kontinent der EU-Kommission Zugeständnisse machen.
So heißt es in einem exklusiven Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, der Redmonder Software-Riese Microsoft sei zu umfangreichen Zugeständnissen bereit, um die Übernahme auch vor der EU-Kommission durchzubekommen. Die EU habe den Angeboten Microsofts zugestimmt und ihr nun die Erlaubnis erteilt, das Karrierenetzwerk zu übernehmen. Dem Technologiekonzern Microsoft werde die Übernahme aber nicht ohne tiefe Einschnitte erlaubt.
Salesforce hatte bereits früh öffentlich Bedenken gegen die Übernahme ausgesprochen und schließlich offiziell gegen den Kauf gewettert. Das US-Unternehmen kritisiert die Übernahme und gibt an, dass der Deal Innovation und Wettbewerb gefährdet, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters vergangenen Monat.
Die Wettbewerbshüter werden die 26 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme mit Auflagen durchwinken. Die Bekanntgabe soll in Kürze erfolgen.
Mehr dazu: Windows 10 soll LinkedIn-Integration bekommen - wie ist noch offen
Öffentliche Bedenken
Im Oktober war bekannt geworden, dass es für die ersten wichtigen Märkte bereits von den Kartellwächtern grünes Licht gegeben hatte. Dazu gehört der Microsoft/LinkedIn-Heimatmarkt USA, Kanada und Brasilien. Innerhalb der EU sah das aber ganz anders aus.Salesforce hatte bereits früh öffentlich Bedenken gegen die Übernahme ausgesprochen und schließlich offiziell gegen den Kauf gewettert. Das US-Unternehmen kritisiert die Übernahme und gibt an, dass der Deal Innovation und Wettbewerb gefährdet, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters vergangenen Monat.
Vorschläge von Microsoft "akzeptabel"
Microsoft soll nun in der vergangenen Woche die entscheidenden Angebote gemacht haben, mit denen die EU noch konform geht. So soll laut drei Personen die mit dem Deal betraut sind, unter anderem ein offener Zugang für Drittentwickler auf die Karriere-Plattform gewahrt werden. Zugriff auf die Datenbanken beinhaltet das aber nicht. Dafür wird Microsoft auch Outlook weiter für Dritte öffnen.Die Wettbewerbshüter werden die 26 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme mit Auflagen durchwinken. Die Bekanntgabe soll in Kürze erfolgen.
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