GCHQ will DDoS stoppen: ISPs sollen alle Protokolle umschreiben

Netzwerk, Kabel, Telekommunikation Bildquelle: ur.edu-connect.net
Der britische Geheimdienst GCHQ ist nicht nur für das Ausspionieren der Telekommunikation, sondern auch für den Schutz der IT-Infrastrukturen des Landes zuständig. In dieser Aufgabe hat man nun einen Plan, mit dem die Gefahr von DDoS-Angriffen komplett aus der Welt geschafft werden soll.
"Wir sind überzeugt, dass wir die zugrundeliegende Infrastruktur des Internets so hinbekommen, indem bei den Providern und Inhalteanbietern entsprechende Änderungen implementiert werden", erklärte Ian Levy, der die IT-Sicherheitsabteilung des GCHQ leitet, gegenüber der Zeitung The Sunday Telegraph. Dabei geht es letztlich darum, die Protokolle, mit denen das Internet arbeitet, so abzuändern, dass diverse missbräuchliche Techniken, die von DDoS-Angreifern genutzt werden, nicht mehr einsetzbar sind.

Beim britischen Provider-Verband ISPA teilt man den Optimismus Levys nicht ganz - was allerdings nicht an einer grundsätzlichen Machbarkeit liegt. Vielmehr ist man sich dessen bewusst, dass die Umsetzung der durchaus schon vorhandenen Ideen zu einer solchen besseren Absicherung der Netze ungeheuer komplex ist. Denn im Grunde geht es um nichts anderes, als die meisten Protokolle neu zu implementieren.

Netzbetreiber müssen sich bewegen

Das Problem besteht vor allem darin, dass die Netzbetreiber, die das umsetzen müssten, davon im Grunde nichts haben - es sei denn eine DDoS-Attacke trifft zufällig einmal einen ihrer eigenen Server. Der stärkere Netzwerk-Traffic an sich ist für sie hingegen kein dringender Grund, eine Arbeit anzugehen, die vermutlich viele Millionen verschlingen wird. Wohl auch deshalb dürfte sich der GCHQ jetzt in der Verantwortung sehen, entsprechenden Druck auf die Unternehmen aufzubauen.

Levy will dabei keineswegs alles in einer großen Kraftanstrengung vollbringen. Aktuell führt die britische Behörde erst einmal Gespräche mit großen britischen Netzbetreibern wie der BT Virgin Media. Diese sollen ihre Protokolle unter anderem gegen Spoofing absichern.

Wenn sich die ganze Sache bei den ersten Netzbetreibern als erfolgreich erwiesen hat, soll es weitergehen. Nach den einzelnen Netzen will Levy die verbesserten Protokolle dann an den großen Internet-Knoten unterbringen, die wichtige Schaltstellen im Netz sind. Weiterhin will man die Änderungen an den Protokollen auch an die Standardisierungsgremien übermitteln, damit letztlich ein weltweit einheitliches Schutz-Niveau erreicht werden kann. Netzwerk, Kabel, Telekommunikation Netzwerk, Kabel, Telekommunikation ur.edu-connect.net
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