UK: Drohnen sollen Geoblocking für Luftraum über Knästen bekommen
Die Hersteller von Drohnen sollen nach dem Willen der britischen Regierung dafür sorgen, dass ihre Fluggeräte an Geo-Koordinaten, an denen sich Haftanstalten befinden, den Dienst verweigern. Klar wird dabei vor allem: Entsprechende Features sind in vielen Produkten bereits vorhanden.
Laut einer Stellungnahme des britischen Justizministeriums an das Parlament, in dem es um verschiedene Fragen zur Reform der Gefängnis-Gesetzgebungen geht, wolle man möglichst eine No-Fly-Regelung durchsetzen, die fest in der Firmware von Drohnen einkodiert ist. Dabei hantiert man mit beeindruckenden Steigerungsraten für Vorfälle, bei denen mit Drohnen Waren in Gefängnisse geschmuggelt wurden: Von 2014 bis 2015 habe man es hier mit einer Steigerung um 1.500 Prozent zu tun, hieß es. Schaut man genauer hin, geht es hier allerdings darum, dass vor zwei Jahren zwei solche Vorfälle verzeichnet wurden und im vergangenen Jahr 33.
Nach Angaben des Justizministeriums stehe man aber bereits im Kontakt mit verschiedenen Herstellern von Drohnen, um die Integration der gewünschten Geoblocking-Einstellungen zu diskutieren. Allerdings ist man sich selbst noch nicht sicher, wie man dabei vorgehen soll. Auf der einen Seite wäre es natürlich ideal, wenn den Produzenten die benötigten Daten frei zur Verfügung gestellt werden. Auf der anderen Seite will man aber auch nicht unbedingt öffentliche Listen mit den Geokoordinaten aller Haftanstalten in Großbritannien bereitstellen.
In der Stellungnahme räumt das Ministerium aber auch ein, dass es ohnehin nicht ganz einfach wäre, eine Flugverbotsregelung komplett durchzusetzen. Denn die vorhandenen Geoblocking-Funktionen sind teils so konzipiert, dass der Nutzer sie auch einfach abschalten kann. Zudem geht ein guter Teil der privaten Drohnen-Nutzung auch auf Bastler-Projekte zurück, die die Systeme mit Open Source-Firmware ausstatten. So wäre es für Schmuggler ein recht kleines Problem, auf kommerziell angebotene Geräte zu verzichten und stattdessen auf Bausätze mit freier Software zurückzugreifen.
Nach Angaben des Justizministeriums stehe man aber bereits im Kontakt mit verschiedenen Herstellern von Drohnen, um die Integration der gewünschten Geoblocking-Einstellungen zu diskutieren. Allerdings ist man sich selbst noch nicht sicher, wie man dabei vorgehen soll. Auf der einen Seite wäre es natürlich ideal, wenn den Produzenten die benötigten Daten frei zur Verfügung gestellt werden. Auf der anderen Seite will man aber auch nicht unbedingt öffentliche Listen mit den Geokoordinaten aller Haftanstalten in Großbritannien bereitstellen.
No-Fly-Zonen sind bereits drin
Aus dem Bericht wird allerdings auch klar, dass viele Drohnen bereits über eingebaute Sperren für Flugverbotszonen verfügen. Dafür erhalten die Hersteller für den britischen Luftraum Daten vom National Air Traffic Service. Betroffen sind hier unter anderem Flughäfen und Übungsgelände der britischen Luftwaffe. Diese sind aber ohnehin generell mit Restriktionen für den zivilen Flugverkehr versehen und die Daten dazu notgedrungen öffentlich.In der Stellungnahme räumt das Ministerium aber auch ein, dass es ohnehin nicht ganz einfach wäre, eine Flugverbotsregelung komplett durchzusetzen. Denn die vorhandenen Geoblocking-Funktionen sind teils so konzipiert, dass der Nutzer sie auch einfach abschalten kann. Zudem geht ein guter Teil der privaten Drohnen-Nutzung auch auf Bastler-Projekte zurück, die die Systeme mit Open Source-Firmware ausstatten. So wäre es für Schmuggler ein recht kleines Problem, auf kommerziell angebotene Geräte zu verzichten und stattdessen auf Bausätze mit freier Software zurückzugreifen.
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