Zu viel Drohnen-Verkehr: Ortung über das Telekom-Netz wird erprobt

Drohne, UAV, ShadowHawk Bildquelle: Vanguard Defense Industries
Deutschlands Himmel wird in Zukunft voll sein mit Drohnen - so zumindest legen es aktuelle Schätzungen nahe. Da die kleinen Flugkörper auf dem Radar nicht sichtbar sind, forscht die Deutsche Flugsicherung jetzt an Ortungsmethoden, um ein Chaos in der Luft zu verhindern.

Ordentliche Ortung muss sein

Große Unternehmen wie DHL und Amazon forschen an eigenen Drohnen-Flotten, die die logistische Infrastruktur noch flexibler und innovativer machen sollen - und das nach dem Wunsch der Forschungsabteilungen am besten schon in wenigen Jahren. Bevor diese Vision eines Himmels voller Drohnen aber wahr werden kann, muss nach Meinung der Deutschen Flugsicherung ein zuverlässiges System zur Ortung der kleinen Flugkörper entwickelt werden.


In einem neuen Forschungsprojekt, das von der Flugaufsicht (DFS) zusammen mit der Deutschen Telekom, dem Logistik-Unternehmen DHL und der Technischen Hochschule Aachen am Dienstag in Langen bei Frankfurt gestartet wurde, soll jetzt ermittelt werden, mit welchen Methoden der zunehmende Drohnen-Verkehr im deutschen Luftraum überwacht werden könnte. "Drohnen sind auf dem Radar nicht sichtbar und damit ein Albtraum für jede Flugsicherung", erläutert DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Patentschrift für Amazon-DrohnenPatentschrift für Amazon-DrohnenPatentschrift für Amazon-DrohnenPatentschrift für Amazon-Drohnen

Der aktuelle Ansatz: In Fluggeräte sollen Mobilfunk-Module verbaut werden, die dann beispielsweise Positionsdaten senden. Die genaue Ortung und Überwachung von diesen "fliegenden Mobiltelefonen" wäre jederzeit möglich, so Scheurle. In einem ersten Schritt soll jetzt der von der DHL erprobte Paketkopter mit der nötigen Technik ausgerüstet und dann in das Mobilfunknetz der Telekom eingebunden werden. Außerdem soll im nächsten Jahr der Einsatz von unbemannten Fluggeräten erprobt werden, die "parallel zu den Rettungskräften zum Unfallort geschickt werden, um vor Ort Luftaufnahmen und damit ein erstes Lagebild zu liefern", so die Macher des Projekts.

Noch einige Herausforderungen

Wie die Telekom in ihrer Pressemitteilung zu dem Gemeinschaftsprojekt ausführt, habe ein erster Test der erforderlichen Technik im Ruhrgebiet gezeigt, dass eine breitbandige Datenübertragung "bis zu einer Flughöhe von mehreren hundert Metern möglich ist". Allerdings sieht der Konzern in der Anbindung der Drohnen trotzdem eine technische Herausforderung, da die Mobilfunknetze natürlich für die Nutzung am Boden konzipiert wurden.

Viele Faktoren legen auf jeden Fall nahe, dass der Bedarf nach einem robusten Flugsicherungssystem für Drohnen auch in Deutschland schnell steigen dürfte: Aktuell sind nach Schätzungen rund 400.000 private und kommerzielle "Unbemannte Luftfahrtsysteme" in Deutschland im Betrieb. Bis 2020 soll diese Zahl auf über eine Million steigen.

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