20 Millionen: Zahl der Chromebook-User nach einem Jahr verdoppelt
Allmählich wird immer deutlicher, weshalb Microsoft sich und sein Betriebssystem Windows von Google und seinem Cloud-Betriebssystem Chrome OS unter Druck gesetzt fühlt. Wie Google jetzt nämlich mitteilte, konnte man die Zahl der von Schülern genutzten Chromebooks innerhalb eines Jahres verdoppeln.
In einem Blog-Eintrag anlässlich des weltweiten Tag des Lehrers am 5. Oktober ließ Google jetzt verlauten, dass inzwischen mehr als 20 Millionen Schüler und Studenten in aller Welt ein Chromebook nutzen. Wie vielen Geräten das entspricht, ist allerdings noch offen, da sich oft mehrere Schüler ein Chromebook teilen, das ihnen im Rahmen des Unterrichts zur Verfügung gestellt wird.
Vor genau einem Jahr hatte Google den gleichen Anlass genutzt, um mitzuteilen, dass bis dahin bereits 10 Millionen Schüler ein Chromebook nutzten. Allein innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Nutzer an Schulen also verdoppelt, was durchaus beeindruckend sein dürfte. Vor allem in den USA kommen immer mehr Chromebooks als Alternative zu Geräten von Apple und natürlich PCs auf Windows-Basis zum Einsatz.
Siehe auch: Acer legt seinen Chromebook-Killer neu auf: Cloudbook mit 11,6 Zoll
Schätzungen von Marktforschern aus dem Jahr 2014 zufolge waren rund 84 Prozent aller Chromebooks in den USA und Kanada im Einsatz, wobei rund 60 Prozent der Abnehmer aus dem Bildungsbereich kamen. Kürzlich veröffentlichte Global Market Insights eine Studie, laut der bis 2023 weltweit mehr als 17 Millionen Chromebooks verkauft werden sollen - die tatsächlich verkaufte Zahl von Geräten dürfte also weit unter der von Google veröffentlichten Zahl von 20 Millionen Nutzern liegen.
Mit der breiteren Verfügbarkeit von Android-Apps auf Chromebooks dürften sich neue Möglichkeiten der Nutzung ergeben. Und auch in Sachen Hardware geht es voran, denn auf der IFA 2016 war mit dem Acer Chromebook R 13 das erste Gerät dieser Art zu sehen, das einen von MediaTek gefertigten ARM-Prozessor an Bord hatte. Durch die Verfügbarkeit neuer Hardware-Plattformen, die die bestehende Palette von x86-Chips von Intel und ARM-SoCs von Rockchip ergänzen, dürften die Preise für Chromebooks weiter sinken - aktuell kann man ein solches Browser-basiertes Notebook schon für wenig mehr als 100 US-Dollar erwerben.
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