Das Note 7-Debakel perlt bisher weitgehend an Samsung ab
Die Electronics-Sparte von Samsung wird zumindest rein wirtschaftlich erst einmal glimpflich aus dem Galaxy Note 7-Debakel herauskommen. Obwohl man das aktuelle Top-Smartphone quasi komplett zurückrufen musste, soll der Gewinn im dritten Quartal sogar noch höher liegen als erwartet.
Die im operativen Geschäft erwirtschafteten Überschüsse werden laut der aktuellsten Prognose voraussichtlich bei 7 Milliarden Dollar liegen. Das wäre dann etwas mehr als im vergangenen Jahr. Angesichts der Note 7-Geschichte, die bereits hohe Kosten und Umsatzausfälle verursacht hat, wurde gemeinhin mit einem rückläufigen Ergebnis gerechnet.
Dass es nun doch besser lief, dürfte vor allem dem Halbleiter-Geschäft zu verdanken sein, das neben Smartphones und Fernsehern eines der drei großen Standbeine von Samsung Electronics ist. Die Nachfrage nach Flash-Speichern steigt immerhin seit längerer Zeit ordentlich an und dies verknüpfte sich nun auch noch mit steigenden Preisen für diverse Chips auf dem Weltmarkt. Von diesem Trend profitieren aktuell verschiedene große Halbleiter-Produzenten.
Völlig ungeklärt ist unterdessen noch, welche weitergehenden Auswirkungen die riesige Rückruf-Aktion für das Note 7 auf die weiteren Bilanzen des Unternehmens haben wird. Denn ein guter Teil der Kosten dürfte erst im gerade angelaufenen vierten Quartal verbucht werden. Hinzu kommt, dass die Verkaufszahlen wohl zusätzlich geringer ausfallen werden. Zwar ist das Note 7 in überarbeiteter Form wieder im Handel verfügbar, doch kann es sicherlich nicht mehr solche Zugkraft entwickeln wie vor dem Rückruf.
Samsung versucht bereits gegenzusteuern. Doch das kann noch etwas dauern. Möglich ist unter anderem ein vorgezogener Verkaufsstart des kommenden Flaggschiffes Galaxy S8. Allerdings würde es wohl zusätzlicher Investitionen bedürfen, das Gerät früher als geplant auf den Markt zu bringen.
Dass es nun doch besser lief, dürfte vor allem dem Halbleiter-Geschäft zu verdanken sein, das neben Smartphones und Fernsehern eines der drei großen Standbeine von Samsung Electronics ist. Die Nachfrage nach Flash-Speichern steigt immerhin seit längerer Zeit ordentlich an und dies verknüpfte sich nun auch noch mit steigenden Preisen für diverse Chips auf dem Weltmarkt. Von diesem Trend profitieren aktuell verschiedene große Halbleiter-Produzenten.
Völlig ungeklärt ist unterdessen noch, welche weitergehenden Auswirkungen die riesige Rückruf-Aktion für das Note 7 auf die weiteren Bilanzen des Unternehmens haben wird. Denn ein guter Teil der Kosten dürfte erst im gerade angelaufenen vierten Quartal verbucht werden. Hinzu kommt, dass die Verkaufszahlen wohl zusätzlich geringer ausfallen werden. Zwar ist das Note 7 in überarbeiteter Form wieder im Handel verfügbar, doch kann es sicherlich nicht mehr solche Zugkraft entwickeln wie vor dem Rückruf.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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