Kampf der Schwergewichte:
Salesforce gegen Microsoft & LinkedIn
Der US-Softwarekonzern Salesforce setzt offenbar alles daran, die Übernahme des Business-Netzwerks LinkedIn durch Microsoft zu verhindern. Salesforce forderte gestern die Wettbewerbsbehörden der Europäischen Union auf, mögliche Verstöße gegen geltende Anti-Monopol-Bestimmungen durch den Kauf von LinkedIn durch Microsoft zu überprüfen.
Salesforce hatte seinerseits im Bieterrennen um LinkedIn den Kürzeren gezogen, nachdem Microsoft das auf Customer Relationship Management (CRM) spezialisierte Unternehmen mit einem Gebot über 26 Milliarden US-Dollar ausgestochen hatte. Jetzt ist man der Meinung, dass die EU statt einer ohnehin fälligen einfachen Prüfung des Übernahmevorhabens eine ausführliche Untersuchung der möglichen Konsequenzen aus wettbewerbsrechtlicher Sicht durchführen muss.
2015 waren Satya Nadella und Marc Benioff von Salesforce (r) noch Freunde
Durch die Übernahme von LinkedIn erhalte Microsoft Zugriff auf Daten zu mehr als 450 Millionen professionellen Arbeitnehmern aus mehr als 200 Ländern, wobei die Redmonder als Eigner dann in der Lage wären, Konkurrenten den Zugriff auf diese Daten zu verweigern und sich so einen unfairen Vorteil im Wettbewerb zu verschaffen, so Salesforce.
Daraus ergeben sich nach Meinung von Salesforce und seinen Anwälten bedeutsame Bedenken in Sachen Wettbewerbsrecht und Datenschutz, die ausführlich untersucht werden müssten, was sowohl für die Vereinigten Staaten als auch für Europa gelte, so Burke Norton, Chef-Rechtsanwalt von Salesforce. Microsoft sieht unterdessen keine Probleme und gab an, dass das Geschäft ohnehin in einigen Ländern bereits genehmigt worden sei.
Brad Smith, der bei Microsofts die Rechtsabteilung leitet, reagierte auf die Beschwerden von Salesforce mit dem Hinweis, dass die Übernahme von LinkedIn durch den Softwaregiganten in den USA, Kanada und Brasilien bereits von den Wettbewerbsbehörden abgesegnet worden sei. Auch einen Seitenhieb bezüglich der marktbeherrschenden Stellung von Salesforce im CRM-Bereich konnte sich Smith anscheinend nicht verkneifen.
Microsoft habe sich dem Ziel verschrieben, einen Preiswettbewerb in einen CRM-Markt zu bringen, in dem Salesforce als dominierender Anbieter in der Lage sei, seinen Kunden zu hohe Preise zu berechnen. Die vorläufige Prüfung der EU-Kommission der Übernahme von LinkedIn durch Microsoft dürfte rund 25 Arbeitstage in Anspruch nehmen, doch die Dauer der Untersuchung könnte maximal um rund vier Monate verlängert werden, sollte ernsthafte Bedenken aufkommen.
2015 waren Satya Nadella und Marc Benioff von Salesforce (r) noch Freunde
Durch die Übernahme von LinkedIn erhalte Microsoft Zugriff auf Daten zu mehr als 450 Millionen professionellen Arbeitnehmern aus mehr als 200 Ländern, wobei die Redmonder als Eigner dann in der Lage wären, Konkurrenten den Zugriff auf diese Daten zu verweigern und sich so einen unfairen Vorteil im Wettbewerb zu verschaffen, so Salesforce.
Daraus ergeben sich nach Meinung von Salesforce und seinen Anwälten bedeutsame Bedenken in Sachen Wettbewerbsrecht und Datenschutz, die ausführlich untersucht werden müssten, was sowohl für die Vereinigten Staaten als auch für Europa gelte, so Burke Norton, Chef-Rechtsanwalt von Salesforce. Microsoft sieht unterdessen keine Probleme und gab an, dass das Geschäft ohnehin in einigen Ländern bereits genehmigt worden sei.
Brad Smith, der bei Microsofts die Rechtsabteilung leitet, reagierte auf die Beschwerden von Salesforce mit dem Hinweis, dass die Übernahme von LinkedIn durch den Softwaregiganten in den USA, Kanada und Brasilien bereits von den Wettbewerbsbehörden abgesegnet worden sei. Auch einen Seitenhieb bezüglich der marktbeherrschenden Stellung von Salesforce im CRM-Bereich konnte sich Smith anscheinend nicht verkneifen.
Microsoft habe sich dem Ziel verschrieben, einen Preiswettbewerb in einen CRM-Markt zu bringen, in dem Salesforce als dominierender Anbieter in der Lage sei, seinen Kunden zu hohe Preise zu berechnen. Die vorläufige Prüfung der EU-Kommission der Übernahme von LinkedIn durch Microsoft dürfte rund 25 Arbeitstage in Anspruch nehmen, doch die Dauer der Untersuchung könnte maximal um rund vier Monate verlängert werden, sollte ernsthafte Bedenken aufkommen.
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