Project Catapult: Microsoft ist "schuld" an riesiger Intel-Übernahme

Prozessor, Chip, Wafer Bildquelle: cesweb.org
Im vergangenen Jahr konnte sich noch niemand so recht einen Reim darauf machen, warum Intel für die größte Übernahme seiner Konzerngeschichte ausgerechnet den FPGA-Hersteller Altera auserkoren hat. Nun stellt sich heraus, dass Microsoft eine treibende Kraft hinter der Akquisition war.
FPGAs - Chips, die sich recht frei für spezielle Aufgaben programmieren lassen - spielen durchaus auch in verschiedenen Produkten Intels eine Rolle. Doch ist diese eigentlich nicht so groß, dass es sich gelohnt hätte, 16,7 Milliarden Dollar lockerzumachen. Dass die Investition sich lohnen kann, dürfte nach den jetzigen Erkenntnissen auch damit begründet sein, dass Microsoft ein steigendes Interesse an diesen Chips hat.

Laut einem Bericht des US-Magazins Wired geht es dabei um das "Project Catapult". Ende 2012 sind Microsoft-Entwickler mit diesem erstmals beim damaligen Microsoft-Chef Steve Ballmer vorstellig geworden. Denn sie ahnten damals schon, dass man zukünftig so komplexe Anwendungen in Datenzentren betreiben wird, dass die bisherigen Architekturen nicht mehr ausreichen werden.


Massive Effizenzsteigerung

Im Rahmen des Project Catapult arbeitete man in Redmond daher daran, große Webservices auf FPGAs lauffähig zu bekommen. Das würde es ermöglichen, die Dienste direkt auf Prozessoren zu betreiben, die jeweils speziell für die fragliche Anwendung optimiert sind. Davon verspricht man sich eine erhebliche Steigerung der Effizienz. Ballmer soll nicht gerade überzeugt von der Sache gewesen sein - doch ist er ja nun schon seit geraumer Zeit nicht mehr in verantwortlicher Position.

Zumindest soll das fragliche Entwickler-Team an dem Projekt drangeblieben sein. Und ihre Bemühungen sollen in der nächsten Zeit zum Tragen kommen, wenn die neuen rechenintensiven Algorithmen der Künstlichen Intelligenzen eine immer wichtigere Rolle spielen werden. Allerdings ging Project Catapult noch darüber hinaus. Das Team, so heißt es, habe mehrere Prototypen getestet, bis dann ein System gefunden war, das auch in der Lage war, als Hardware-Basis für Office 365 und Azure zu dienen.

Die Programmierung der FPGA-basierten Systeme an sich wird zwar als regelrechter Albtraum beschrieben, doch soll sich die Arbeit letztlich auszahlen. Die Catapult-Hardware soll 30 Prozent günstiger sein, 10 Prozent weniger Energie benötigen und dabei doppelt so viele Daten verarbeiten wie die derzeitigen Systeme in den Microsoft-Datenzentren. Damit ist klar, dass Microsoft zukünftig breit auf die Technologie setzen wird - und sich die Übernahme Alteras für Intel somit schnell auszahlt. Prozessor, Chip, Wafer Prozessor, Chip, Wafer cesweb.org
Mehr zum Thema: Microsoft Corporation
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