Ubisoft: Arbeit an Wintersport-Spiel fordert ein Todesopfer

Die Mitarbeit an einem Computerspiel dürfte einst wohl eine der ungefährlichsten Tätigkeiten überhaupt gewesen sein - abgesehen vielleicht von den Gesundheitsrisiken ungesunder Ernährung. Nun forderte ausgerechnet die Arbeit an einem Sport-Game ein Leben.
Logo, Ubisoft, Publisher
Ubisoft
Bei dem fraglichen Spiel handelt es sich um "Steep" von Ubisoft, das im Dezember auf den Markt kommen soll. In dem Game können Anwender in den Gebirgen einer offenen Welt diverse Ski-Pisten erkunden. Zuarbeiten zu der Ubisoft-Produktion leistete seit mehreren Tagen ein Team, das in den chilenischen Anden unterwegs war und Filmaufnahmen von Abfahrten anfertigte.

Zu dieser Gruppe gehörte auch die professionelle Extrem-Ski-Athletin Matilda Rapaport aus Schweden. Während einer ihrer Fahrten in der vergangenen Woche löste sich eine Lawine und begrub sie unter sich. Helfer fanden sie zwar und konnten sie ins Krankenhaus bringen. Doch der Sauerstoffmangel und die Kopfverletzungen erwiesen sich als zu gravierend und die 30-Jährige konnte nicht mehr gerettet werden.

Testing testing. @GoPro #STEEPgame @skilaparva Photo @stephanwever

Ein von Matilda Rapaport (@matildarapaport) gepostetes Foto am

Bestürzung bei Sponsor und Spielefirma

"Matilda war eine außergewöhnliche Athletin, die rund um die Welt reiste, um ihrer Passion nachzugehen, steile Hänge abzufahren - immer mit einem Lächeln auf den Lippen", heißt es in einer Mitteilung ihres Sponsors Red Bull. Auch seitens des Spiele-Herstellers zeigte man sich tief bestürzt über den Vorfall. "Dieser tragische Unfall hat uns alle tief berührt. Unsere Herzen und Gebete sind in dieser schwierigen Zeit bei ihrem Mann und ihren anderen Angehörigen", hieß es.

Erst vor sechs Tagen veröffentlichte Rapaport auf ihrer Instagram-Seite ein Video der Umgebung ihrer Unterkunft. Zu sehen ist ein schneebedecktes Dorf vor dem Anden-Panorama. Der Unfall ereignete sich später am gleichen Tag. Bereits vor zwei Jahren wurde die Ski-Fahrerin von einer Lawine verschüttet - damals in Alaska. In der Folge dessen sprach sie offen über ihre Ängste vor solchen Vorfällen, betonte aber auch, dass es sie nicht davon abhalten wird, wieder herauszugehen.
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