Liberty Global-Chef wirft Anbietern wie Netflix vor, bewusst zu lügen

Streaming, Interface, Netflix, Ui, Benutzeroberfläche, Streamingportal Bildquelle: Netflix/The Verge
Mike Fries, der Chef des britischen Kabelkonzerns Liberty Global, der in Deutschland Unitymedia, in Österreich und der Schweiz UPC betreibt, fand in einem Interview deutliche Worte in Richtung Netflix. Er warf dem Streaming-Unternehmen (aber auch anderen Anbietern dieser Art) vor, die Unwahrheit zu sagen, Streitpunkt sind Vorwürfe in Richtung Liberty, man würde Netflix und Co. ausbremsen.
Liberty Global ist einer der weltweit größten Kabelkonzerne, er hat rund 27 Millionen Kunden in 14 Ländern, darunter auch Deutschland, Österreich und der Schweiz. In all diesen Ländern wird Video-Streaming ständig populärer, die Internet Service Provider (ISP) werden immer mehr zu Netflix-Providern.

Für Liberty-Chef Mike Fries ist das aber grundsätzlich kein Problem, wie er im Interview mit dem Handelsblatt (via DWDL) sagte. Denn er meinte, dass man gegenseitig voneinander profitiere. Denn Anbieter wie Netflix oder Maxdome stellen keine Konkurrenz dar, kein Kunde bestelle wegen ihnen seinen Kabel- oder Satellitenanschluss ab. Im Gegenteil, die Dienste erfordern hohe Bandbreite und diese könne man bieten, so Fries.

"Uns stört nur, wenn jemand lügt"

Weniger erfreut ist er aber, wenn es um Vorwürfe geht, dass das Liberty Global-Netz nicht schnell genug für (HD-)Streaming ist. "Uns stört nur, wenn jemand lügt", sagte Fries und meinte, dass Netflix ISPs gegeneinander ausspielen will: "Netflix und andere Anbieter haben sich darüber beschwert, dass ihre Dienste bei uns oder anderen langsamer laufen. Sie erstellen ein Ranking von Internetanbietern, auch in Deutschland, wie gut ihre Filme gesehen werden können. Wenn es Probleme gibt, hängt das allerdings oft damit zusammen, dass sie uns die Daten nicht richtig zuführen. Das ist also nicht unser Fehler."

Das eigentliche Problem ist laut Fries die Netflix-eigene Infrastruktur und etwaige Vorwürfe seien vielfach als Taktieren anzusehen. Vor allem Netflix will damit Übertragungs-Deals abschließen bzw. ihr Scheitern als Druckmittel einsetzen. Streaming, Interface, Netflix, Ui, Benutzeroberfläche, Streamingportal Streaming, Interface, Netflix, Ui, Benutzeroberfläche, Streamingportal Netflix/The Verge
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