Surface Book: Kinderkrankheiten sorgen für Frust bei Erst-Käufern

Microsoft Surface, Surface Book, Microsoft Surface Book Bildquelle: Microsoft
Das riesige Interesse an Microsofts "ultimativem Laptop" Surface Book sorgt dafür, dass die Entwicklung des vorgestern erfolgten Marktstarts auch genauer beobachtet wird als bei anderen Geräten. Dabei zeigt sich, dass es offenbar diverse Kinderkrankheiten gibt, die hoffentlich zum Großteil mit Software-Updates in den Griff zu bekommen sind.
Bisher standen vor allem drei Probleme in Verbindung mit dem Surface Book im Mittelpunkt - schon die Testgeräte der US-Medien hatten teilweise Probleme beim Umgang mit dem Undocking-Mechanismus für das als "Clipboard" bezeichnete Tablet bei der Trennung vom Tastatur-Dock. Teilweise wollten sich die beiden Teile einfach nicht trennen, so dass dies erst nach mehreren Versuchen klappte

Display-Flackern, Undocking-Probleme, Farbverfälschung

Darüber hinaus gab es laut Forbes diverse Berichte, wonach das Display des Surface Book bei einigen Anwendern unaufhörlich flackerte beziehungsweise sich ein- und ausschaltete. Die Ursache dieses Fehlers ist offenbar ein Problem in Verbindung mit der Virtualisierungslösung Hyper-V, denn durch deren vorläufige Abschaltung kann das Flackern abgestellt werden. Microsoft arbeitet nach eigenem Bekunden bereits an einer Lösung dieses Problems.

Ein weiteres Problem hängt ebenfalls mit dem Display zusammen, fällt aber wesentlich weniger drastisch aus. So verhält sich der Bildschirm beim Scrolling durch zum Beispiel Websites etwas seltsam, denn die Farbtemperatur und die Wiederholfrequenz werden dabei aus unbekannten Gründen angepasst, so dass das Panel die Farben verfälscht anzeigt und insgesamt angeblich leicht flackert. Die Farbprobleme sind offensichtlich auf die Treiber zurückzuführen, treten sie doch auch bei externen Displays auf.

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Auch sonst scheinen die Grafiktreiber die Hauptursache für Fehler zu sein, denn einige externe Displays schalten sich nach zwei bis drei Minuten für knapp 10 Sekunden ab, bei anderen Nutzern schaltet sich der Bildschirm im Surface Book immer ausgerechnet dann ab, wenn viel Aktivität angezeigt werden sollte, also zum Beispiel bei bestimmten Filmen oder animierten Websites.

Es kann dann auch nur wieder aktiviert werden, indem der Nutzer das Tablet aus seinem Dock entfernt und wieder einsetzt - ein Hinweis, dass das Problem mit der Nvidia-Zusatzgrafikeinheit zusammenhängen könnte. Das Gleiche gilt für die Probleme bei der Wiedergabe von Videodateien, die einerseits häufig nur nach mehreren Versuchen wiedergegeben werden können, oder das Abspielen bis nach einem Neustart komplett verweigern.

Hinzu kommt eine lange Liste weiterer Probleme, die teilweise mit der Hardware, teilweise mit Treibern und teilweise auch mit dem selbst keineswegs fehlerfreien Betriebssystem Windows 10 zusammenhängen. Einige Geräte kamen laut ZDNet sogar vollkommen defekt oder zumindest kaum funktionstüchtig bei ihren Käufern an.

Natürlich gibt es auch beim Surface Book Klagen über unerwartete Abstürze oder Hänger. Einige Geräte funktionieren offenbar problemlos, bis sie das erste Mal aktualisiert werden und danach nicht mehr starten können. Bei manchen Anwendern startet das Gerät einfach nicht, wenn es im Dock eingesetzt ist.

Beim Trennen der beiden Geräte können ebenfalls diverse Fehler auftreten, darunter Abstürze des Display-Treibers oder ein Crash der sogenannten SearchUI. Letztere treibt so manchen Anwender auch auf andere Art zur Weißglut - das Dock lässt sich unter Umständen nicht entfernen, weil Windows das Schließen der SearchUI verlangt, ohne konkrete Hinweise zu geben, wie dies möglich ist.

In einigen Fällen funktioniert angeblich der Mechanismus zum "Undocking" nicht richtig, so dass das jeweilige Gerät nur auf einer von zwei Seiten vom Dock getrennt wird, wenn man die entsprechende Taste drückt. Nachdem sich mancher Anwender bereits beim Surface Pro 3 mit massiven Problemen herumschlagen durfte - weil zum Beispiel die Treiber des WLAN-Moduls noch immer nicht fehlerfrei sind - bleibt zu hoffen, dass die Käufer des noch teureren Microsoft Surface Book nicht die gleichen Probleme durchleiden müssen.


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