Greenpeace: Microsofts Energiepolitik ist nicht transparent genug

Google, Nutzerdaten, Datencenter
Greenpeace hat in dem jährlichen Bericht zu Thema "Green Internet" einen Blick auf die großen Unternehmen geworfen, die mit ihren Cloud-Diensten einen Anteil an einem "grüneren" Internet haben. Einige Firmen, darunter auch Microsoft, werden in dem Bericht für fehlende Transparenz getadelt.
Zudem ist bei einem Teil der Unternehmen keinerlei Fortschritt zu erkennen. Das gilt selbst bei Konzernen, die sich ein grüneres, also umweltfreundlicheres Image auf die Fahnen geschrieben haben. Bei Microsoft hängt beispielsweise noch zu viel an der Teilnahme am Emissionshandel, also am Kauf von Zertifikaten anstelle der eigentlichen eigenverantwortlichen Einsparung des CO2-Austoßes. Bei Microsoft sei laut Greenpeace daher ein Wandel weg von den einstigen Zielen zum Thema CO2-Fußabdruck zu spüren. Das Unternehmen setzt aktuell noch immer auf gut 10 Prozent Energieeinspeisung aus Atomkraftwerken. Kohle mache noch immer gut 30 Prozent aus, Gas etwa 19 Prozent. Bei den erneuerbaren Energien beziehungsweise im neutralen Energiemix kommt Microsoft derzeit auf 39 Prozent. Greenpeace "grünes Internet" ReportGreenpeace bewertet den Energiewandel der großen Technologie-Firmen. Andere Unternehmen zeigen ihren Willen den CO2-Fußabdruck zu verringern sehr viel deutlicher: Apple hat alle Rechenzentren bereits zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umgestellt, Yahoo zu 73 Prozent, Facebook liegt bei 49 Prozent und Google bei 46 Prozent. Greenpeace "grünes Internet" ReportDer Energiemix in den Datenzentren bei Microsoft.

Zertifikathandel

Microsoft ist in den Bemühungen hinter Google und Apple zurückgefallen, obwohl man zunächst einen hervorragenden Plan zur Verbesserung vorgestellt hatte. Der Zertifikathandel steht aber derzeit dem wahren Ergebnissen entgegen.

Microsoft hat der Untersuchung von Greenpeace zufolge im Juli 2014 aber auch einen wichtigen Schritt hin zu einer verbesserten Umweltfreundlichkeit getan. Für das große Data-Center in Chicago haben die Redmonder einen 20-Jahres-Vertrag über die Anbindung an ein Windkraftwerk unterschrieben. Das Server-Center in Chicago gehört jetzt mit San Antonio in Texas zu den wenigen Einrichtungen von Microsoft, die zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien setzen. Zum Vergleich: Datencenter in Europa, wie Dublin (10 Prozent) und Amsterdam (12 Prozent) hinken noch deutlich hinterher.

Laut dem Greenpeace-Bericht ist das Servercenter in Singapur mit 0 Prozent Energieverwendung aus erneuerbaren Energien ein trauriger Spitzenreiter. Microsoft veröffentlicht im jährlichen Global Citizenship Report selbst einen Bericht zum Energiewandel. Für Greenpeace ist der Konzern allerdings damit noch immer nicht transparent genug.

Lob für Apple, Yahoo, Facebook und Google

In dem Bericht werden Apple, Yahoo, Facebook und Google dagegen ausdrücklich gelobt für ihre Bemühungen in den letzten zwölf Monaten, ihre Rechenzentren auf grüne Energien umzustellen und ihr Umweltbewusstsein offen nach außen zu tragen.

Greenpeace-Bericht zum Download

Die Untersuchung "Clicking Clean - A Guide to Build the Green Internet" gibt es als PDF bei Greenpeace zum Download. Google, Nutzerdaten, Datencenter Google, Nutzerdaten, Datencenter
Mehr zum Thema: Microsoft Corporation
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