Jugendschützer fordern Filter-Systeme für YouTube & Co.
Die obersten Jugendschützer des Landes sind unzufrieden. Tests aktueller Filtersysteme ließen keine Weiterentwicklung erkennen. Komplett ungelöst sei außerdem das Problem der Social Media-Plattformen. Denn bei Facebook oder YouTube könne nicht einfach entweder alles oder nichts blockiert werden.
"Gut funktionierende Filterprogramme sind für den Jugendschutz im Internet unverzichtbar", so sieht es Siegfried Schneider, Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Bei Tests solcher Anwendungen kam man zu dem Ergebnis, dass die Produkte von JusProg und Deutscher Telekom zwar niedrigere Fehlerquoten zeigten als die meisten anderen Filter, die Erwartungen der Jugendschützer aber keineswegs erfüllt wurden.
Demnach seien nur bei pornografischen Webseiten die Filterquoten befriedigend gewesen, bei Gewaltdarstellungen oder Rassismus wurde hingegen jedes zweite Angebot falsch behandelt, hieß es. Schneider sieht die stagnierende Weiterentwicklung der Filtertechnologien vor allem auch deshalb als problematisch an, da Kinder und Jugendliche zunehmend außerhalb der Aufsicht ihrer Eltern mit Smartphones online unterwegs sind.
Neben der Verbesserung der herkömmlichen Filter fordert der KJM-Chef aber auch die Suche nach Lösungen für Social-Plattformen. Denn diese sind sehr groß und spielen bei der Internet-Nutzung Heranwachsender eine wichtige Rolle. Der bisherige Ansatz, nach dem eine Webseite entweder komplett zugänglich oder vollständig blockiert wird, kann hier überhaupt nicht umgesetzt werden.
Zum Thema: ARD-Experten fordern Aus für Jugendschutz-Filter
Demnach seien nur bei pornografischen Webseiten die Filterquoten befriedigend gewesen, bei Gewaltdarstellungen oder Rassismus wurde hingegen jedes zweite Angebot falsch behandelt, hieß es. Schneider sieht die stagnierende Weiterentwicklung der Filtertechnologien vor allem auch deshalb als problematisch an, da Kinder und Jugendliche zunehmend außerhalb der Aufsicht ihrer Eltern mit Smartphones online unterwegs sind.
Neben der Verbesserung der herkömmlichen Filter fordert der KJM-Chef aber auch die Suche nach Lösungen für Social-Plattformen. Denn diese sind sehr groß und spielen bei der Internet-Nutzung Heranwachsender eine wichtige Rolle. Der bisherige Ansatz, nach dem eine Webseite entweder komplett zugänglich oder vollständig blockiert wird, kann hier überhaupt nicht umgesetzt werden.
Noch kein Schutz für mobile Geräte
Um die Entwicklung voranzutreiben, will die KJM am liebsten die Anbieter von Inhalten, die für den Jugendschutz relevant sind, zumindest finanziell mit heranziehen. Die KJM hatte vor zwei Jahren die ersten beiden Filtersysteme für PCs unter den Auflagen anerkannt, dass sie kontinuierlich weiterentwickelt und an den neuesten Stand der Technik angepasst werden. Außerdem sollten sie auf allen internetfähigen Geräten bereitgestellt werden - was aber bisher noch nicht geschehen ist. Für Smartphones und Tablets gibt es beispielsweise noch kein einziges Programm, das anerkannt werden konnte.Zum Thema: ARD-Experten fordern Aus für Jugendschutz-Filter
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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