ARD-Experten fordern Aus für Jugendschutz-Filter

Tablet, Ipad, Kinder Bildquelle: Eric Peacock / Flickr
Technische Jugendschutzprogramme sind - betrachtet man die Gesamtsituation in Deutschland - im Grunde nicht mehr als eine verheißungsvolle Mogelpackung mit allerlei Risiken.
Diese würden Eltern eine falsche Sicherheit vorgaukeln und damit den Jugendschutz untergraben, kritisierte der Arbeitskreis der Jugendschutzbeauftragten von ARD und ZDF in Richtung der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), die für die Zulassung solcher Anwendungen zuständig ist.

Ein Problem liege darin, dass entsprechende Programme bislang nur auf sehr wenigen Betriebssystemen funktionierten und kaum verbreitet seien. Deshalb forderte der Arbeitskreis nun, die Arbeit mit solchen Anwendungen auszusetzen, da sie zurzeit nur Vorteile für die kommerziellen Anbieter hätten und nicht dem Jugendschutz dienten.

Die derzeitige Gesetzeslage erlaubt es Anbietern von Webseiten nämlich beispielsweise, Angebote mit jugendgefährdendem Inhalt schon dann rund um die Uhr freizuschalten, wenn sie ihre Angebote technisch für ein von der KJM anerkanntes Jugendschutzprogramm gekennzeichnet haben. Das gilt selbst dann, wenn diese Angebote explizit erst ab 18 Jahren geeignet sind. Weitere Schutzmaßnahmen, wie etwa Altersverifikationen, sind dann nicht mehr zu treffen.

Bedenklich sei dabei, dass die Jugendschutzprogramme kaum verbreitet und nur auf wenigen Computern installiert seien, hieß es. Die Anbieter können ihre problematischen Inhalte trotzdem ohne weitere Beschränkungen ins Netz stellen, so die Jugendschutzbeauftragten von ARD und ZDF.

Das sei aber nicht die einzige Schwachstelle der Programme. "Derzeit funktionieren die Jugendschutzprogramme nur auf Computern mit Windows-Betriebssystemen. Alle anderen Zugangswege ins Netz, wie etwa über Smartphones oder Apps, sind damit ungeschützt. Kinder können deshalb nun noch leichter auf Inhalte im Netz stoßen, die für sie entwicklungsbeeinträchtigend sein können", erklärte die Vorsitzende des Arbeitskreises, Carola Witt, vom Norddeutschen Rundfunk. Tablet, Ipad, Kinder Tablet, Ipad, Kinder Eric Peacock / Flickr
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