Sicherheit für Windows 10: Zwei-Faktor-Autorisierung und mehr

Microsoft, Windows 10, Windows Threshold, Windows 9 Bildquelle: The Verge
Microsoft will bei Windows 10 nicht nur auf diverse Neuerungen in Sachen Interface und Bedienung setzen, sondern auch im Bereich Sicherheit neue Maßstäbe setzen. So lautet zumindest der Plan, denn die Redmonder planen unter anderem, das neue Betriebssystem selbst ab Werk mit Unterstützung für Multi-Faktor-Authentifizierung zu versehen.
Wie Jim Alkove vom Windows Security-Team in einem ausführlichen Blog-Eintrag bekanntgab, wird Windows 10 über eine direkte Integration für die Anmeldung des Nutzers per Multi-Faktor-Authentifizierung verfügen. Mit dem Betriebssystem und den damit ausgerüsteten Geräten soll man somit in der Lage sein, sich über mehrere Stufen bei Diensten anzumelden, ohne dafür separate Hardware zu benötigen.

Windows 10 Preview (Build 9860)Windows 10 Preview (Build 9860)Windows 10 Preview (Build 9860)Windows 10 Preview (Build 9860)
Windows 10 Preview (Build 9860)Windows 10 Preview (Build 9860)Windows 10 Preview (Build 9860)Windows 10 Preview (Build 9860)

Smartphone als Token per WLAN oder Bluetooth

Microsoft setzt dabei auf eine Verknüpfung der verschiedenen Geräte mit Windows, die ein Anwender möglicherweise besitzt. Der Nutzer kann jedes seiner Geräte für den Empfang der für die Anmeldung bei Microsofts Diensten nötigen Daten anmelden oder auch nur ein einzelnes Gerät. Einmal angemeldet, werden die Geräte selbst zu einem der für die Identifizierung des Nutzers nötigen "Faktoren".

Die Zugangsschlüssel bzw. Tokens werden für den Nutzer mit einer in Windows 10 selbst enthaltenen Technologie erzeugt und in einem sicheren "Container" auf den Geräten abgelegt, der auf Basis von Hyper-V Virtualisierungstechnologie arbeitet. Während die Geräte als einer von zwei Faktoren funktionieren, kommen PINs oder biometrische Daten wie Fingerabdrücke als zusätzlicher Sicherheitsfaktoren zum Einsatz.

Siehe auch: Windows 10 Technical Preview Build 9860: Erste Neuerungen

Ein Angreifer müsste sich künftig Zugriff auf das jeweilige Gerät verschaffen und außerdem die PIN oder Fingerabdrücke besitzen. Zusätzlich müsste er die Möglichkeit haben, den per Bluetooth oder WLAN an ein zweites Gerät eines Nutzers übertragenen Token abzurufen, um sich auf dem ersten Gerät einzuloggen. Alkove sprach davon, dass ein Smartphone praktisch als "Remote-Smartcard" für ein Notebook des Nutzers agieren kann.

Microsoft will darüber hinaus bei Geräten, die in Unternehmen genutzt werden, eine automatische Verschlüsselung von Firmen-Apps, -Daten, -E-Mail, -Webinhalten und anderen schützenswerten Informationen ermöglichen, wenn diese über Firmennetzwerke auf die jeweiligen Endgeräte übertragen werden. Diese Funktionalität soll nicht nur auf dem Desktop verfügbar sein, sondern auch bei Windows Phone. Außerdem will man die Interoperabilität in Verbindung mit anderen Plattformen sicherstellen, so dass auch diese Zugriff auf gesicherte Dokumente erhalten können.

Die Möglichkeiten zur Kontrolle des Zugriffs auf Virtual Private Networks werden Alkove zufolge mit Windows 10 ebenfalls ausgebaut. Der jeweilige Admin soll künftig wählen können, ob dauerhaft eine Verbindung gewährleistet ist, oder nur bestimmte Apps per VPN Zugriff bekommen. Außerdem können Firmenkunden festlegen, dass Geräte nur mit vertrauenswürdigen Apps genutzt werden können, um so besser gegen Bedrohungen von Außen und Malware geschützt zu sein.

Abgesehen von den hier beschriebenen Neuerungen will Microsoft im Laufe der Entwicklung zusätzliche Informationen zu weiteren Sicherheitsfunktionen bereitstellen, über die man bisher noch nicht gesprochen hat. Microsoft, Windows 10, Windows 9 Microsoft, Windows 10, Windows 9 The Verge
Mehr zum Thema: Windows 10
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