Microsoft: Regierungen wollen Zugriff auf Nutzerdaten im Ausland

E-Mail, mailing, E Mail Bildquelle: ideagirlmedia / Flickr
Microsoft hat einmal mehr darauf bestanden, dass man auch im Fall von privaten Nutzern unter allen Umständen versucht, die Inhalte seiner Kunden vor dem Zugriff durch die US-Behörden zu schützen. Konkret geht es um in Europa gespeicherte E-Mails, zu denen sich US-Ermittler Zugang verschaffen.
Wie Brendon Lynch, der bei Microsoft als Chief Privacy Officer für den Schutz der Privatsphäre der Kunden zuständig ist, in einem Blog-Eintrag verlauten ließ, sei man der Meinung, dass die "E-Mails den Kunden gehören, nicht Microsoft" und dass die Kommunikation der Nutzer den gleichen Schutz genießen sollte wie ein auf Papier verschickter Brief.

Dabei sei es vollkommen unerheblich, wo die jeweiligen Daten abgespeichert sind. Dies sei das grundlegende Problem, dem man sich durch den Druck der US-Behörden ausgesetzt sieht. Microsoft versucht deshalb, sich mit einer Klage gegen die Aufforderung der US-Behörden zu wehren, im Rahmen eines Durchsuchungsbeschlusses die E-Mails eines Nutzers herauszugeben, die auf Servern in einem Rechenzentrum im irischen Dublin abgelegt sind - also in Europa.

Bisher hätten die Gerichte sich auf die Seite der US-Regierung gestellt, doch Microsoft hat der jüngsten Entscheidung widersprochen. Nach Angaben des Unternehmens ist der Fall, in dem es um die in Dublin gespeicherten Daten geht, vor allem deshalb problematisch, weil er ein Beispiel für künftige Forderungen zur Herausgabe von Informationen sein könnte.

So könnten ausländische Regierungen künftig nach dem US-Urteil einfach Zugriff auf Daten von Nutzern fordern, die auf Servern in einem anderen Land gespeichert sind. Tatsächlich hatte die britische Regierung erst im August ein Gesetz verabschiedet, in dem sie sich das Recht zuspricht, Technologiefirmen zur Gewährung des Zugriffs auf Daten zu zwingen, die irgendwo auf der Welt gespeichert sind. Dies würde auch US-Bürger oder Deutsche betreffen, die noch nie in Großbritannien waren. E-Mail, mailing, E Mail E-Mail, mailing, E Mail ideagirlmedia / Flickr
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