Neuer Chef: Entwickler wenden sich vom Firefox ab
Die Ernennung von Brendan Eich zum neuen Mozilla-Chef hat einige Wellen geschlagen - aber nicht wegen seiner technischen Qualifikation, sondern seiner politischen Haltung.
Denn Eich hat sich in der Vergangenheit gegen die Gleichstellung homosexueller Paare bei der Möglichkeit zu heiraten eingesetzt. So spendete er beispielsweise tausend Dollar für eine Kampagne, die in Kalifornien ein Gesetz durchsetzen wollte, dass die Eheschließung nur heterosexuellen Partnern erlaubt.
Der prominenteste Kritiker der Personalentscheidung ist der Entwickler Hampton Catlin. Dieser war unter anderem maßgeblich an der Entstehung der mobilen Wikipedia-Version beteiligt und hat die Stylesheet-Sprache Sass entworfen. Aktuell betreibt er mit seinem Ehemann die Software-Firma RareBit.
Catlin erklärte, dass er nicht mehr länger Apps für Firefox OS entwickeln werde und die fertigen aus dem Marketplace zurückzieht. "Als wir heute lasen, dass Brendan Eich zum Mozilla-Chef ernannt wurde, waren wir schockiert. Als schwules Paar war es uns in Kalifornien bis vor Kurzem nicht möglich zu heiraten", führte er aus. Die beiden könnten es moralisch und aus ihrer persönlichen Geschichte heraus nicht verantworten, eine Organisation zu unterstützen, die jemanden mit Eichs Haltung nicht nur in einer verantwortlichen Position belässt, sondern ihn ihn auch noch aufwertet, indem man ihm eine solche Stelle überträgt.
Dabei steht Catlin nur stellvertretend für eine ganze Reihe von Entwicklern und Nutzern, die das Firefox-Projekt in der Vergangenheit mehr oder weniger aktiv unterstützten und sich jetzt abwenden. Denn für viele von ihnen war die Entscheidung für den Open Source-Browser auch eine politische Wahl gegen die anderen Produkte von großen Konzernen.
Der prominenteste Kritiker der Personalentscheidung ist der Entwickler Hampton Catlin. Dieser war unter anderem maßgeblich an der Entstehung der mobilen Wikipedia-Version beteiligt und hat die Stylesheet-Sprache Sass entworfen. Aktuell betreibt er mit seinem Ehemann die Software-Firma RareBit.
Catlin erklärte, dass er nicht mehr länger Apps für Firefox OS entwickeln werde und die fertigen aus dem Marketplace zurückzieht. "Als wir heute lasen, dass Brendan Eich zum Mozilla-Chef ernannt wurde, waren wir schockiert. Als schwules Paar war es uns in Kalifornien bis vor Kurzem nicht möglich zu heiraten", führte er aus. Die beiden könnten es moralisch und aus ihrer persönlichen Geschichte heraus nicht verantworten, eine Organisation zu unterstützen, die jemanden mit Eichs Haltung nicht nur in einer verantwortlichen Position belässt, sondern ihn ihn auch noch aufwertet, indem man ihm eine solche Stelle überträgt.
"Es geht nicht um die persönliche Meinung"
Catlin stellte klar, dass es ihm nicht einfach um die persönliche Meinung von Eich gehe. "Seine Einstellung tut uns nicht weh. Durchaus aber, dass er aktiv etwas getan hat, das uns persönlich negativ betroffen hätte", erklärte er. Denn da sein Mann britischer Staatsbürger ist und sein Visum für die USA verloren hätte, wenn er seinen damaligen Job gekündigt hätte, gab erst die Heirat den beiden die Möglichkeit, zusammenzubleiben und gemeinsam ihre Firma aufzubauen.Dabei steht Catlin nur stellvertretend für eine ganze Reihe von Entwicklern und Nutzern, die das Firefox-Projekt in der Vergangenheit mehr oder weniger aktiv unterstützten und sich jetzt abwenden. Denn für viele von ihnen war die Entscheidung für den Open Source-Browser auch eine politische Wahl gegen die anderen Produkte von großen Konzernen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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