Anti-Streaming: Apple will exklusive iTunes-Inhalte
Die Verkaufszahlen bei iTunes waren bisher immer Grund zur Freude für Apple. Zuletzt mussten hier aber sinkende Zahlen vermeldet werden. Im Kampf gegen Streaming-Konkurrenten & Co. sollen jetzt exklusive Inhalte helfen.
Zurück zum alten Album-Prinzip
Auf dem Markt für den Online-Handel mit Musik machen sich immer mehr Anbieter breit. Gerade Streaming-Dienste erleben hier einen steilen Aufstieg. Im letzten Jahr waren die Download-Zahlen von bezahlten Songs dagegen von 1,34 Milliarden auf rund 1,25 Milliarden gefallen. Auch Apple ist mit seinem Online-Musikladen iTunes von diesem Trend betroffen.
iTunes 11
Wenn es nach den aktuellen Ideen des zuständigen Managers Robert Kondrk geht, hat man beim Konzern mit Apfel-Logo aber schon ein Mittel gegen dieses Problem gefunden: exklusive Inhalte. Um Labels davon zu überzeugen, ihre Künstler zunächst nur über die Apple-Plattform zu vermarkten, soll der iTunes-Manager dabei auch über einen echten Strategiewechsel bei iTunes nachdenken, der vor allem den Großen im Musikbusiness gut gefallen dürfte - und Erinnerungen an die Zeit vor der Erfindung der MP3 weckt.
Demnach könnte sich Kondrk vorstellen, neue und exklusive Alben in iTunes nur als komplettes Paket anzubieten und den Download von einzelnen Songs erst nach einer gewissen Zeit zu gestatten. Für dieses Entgegenkommen sollen die Labels Apple zuverlässig mit neuen, exklusiven Inhalten versorgen. Dieser Schritt würde eine echte Abkehr vom Unbundle-Prinzip bedeuten, mit dem Steve Jobs iTunes zum Erfolg machte.
Nur nicht bei der Streaming-Konkurrenz
Welches Potenzial in der eigensinnigen Vermarktung von Musik steckt konnte Apple im letzten Jahr mit dem neuen Album der Sängerin Beyoncé testen. Dieses war eine Woche exklusiv bei iTunes angeboten worden und hatte schon in den ersten drei Tagen fast 830.000 Downloads erreicht - absoluter iTunes-Verkaufs-Rekord.
Es ist also wenig verwunderlich, dass Apple im Kampf gegen andere Angebote genau auf solche Erfolgsgaranten setzt. Wirklich interessant ist, wie der Konzern laut dem aktuellen Bericht von Billboard dabei das Wort "exklusiv" definiert. Demnach hätte Apple gar nichts dagegen, wenn Inhalte gleichzeitig bei anderen Anbietern verfügbar sind - einzige Bedingung: Es handelt sich nicht um Streaming-Dienste.
Der Gegner im Musikbusiness scheint für Apple klar ausgemacht. Man darf gespannt sein, ob entsprechenden Marketing-Maßnahmen in den nächsten Monaten und Jahren bei iTunes den Ton angeben.
Auf dem Markt für den Online-Handel mit Musik machen sich immer mehr Anbieter breit. Gerade Streaming-Dienste erleben hier einen steilen Aufstieg. Im letzten Jahr waren die Download-Zahlen von bezahlten Songs dagegen von 1,34 Milliarden auf rund 1,25 Milliarden gefallen. Auch Apple ist mit seinem Online-Musikladen iTunes von diesem Trend betroffen.
iTunes 11
Wenn es nach den aktuellen Ideen des zuständigen Managers Robert Kondrk geht, hat man beim Konzern mit Apfel-Logo aber schon ein Mittel gegen dieses Problem gefunden: exklusive Inhalte. Um Labels davon zu überzeugen, ihre Künstler zunächst nur über die Apple-Plattform zu vermarkten, soll der iTunes-Manager dabei auch über einen echten Strategiewechsel bei iTunes nachdenken, der vor allem den Großen im Musikbusiness gut gefallen dürfte - und Erinnerungen an die Zeit vor der Erfindung der MP3 weckt.
Demnach könnte sich Kondrk vorstellen, neue und exklusive Alben in iTunes nur als komplettes Paket anzubieten und den Download von einzelnen Songs erst nach einer gewissen Zeit zu gestatten. Für dieses Entgegenkommen sollen die Labels Apple zuverlässig mit neuen, exklusiven Inhalten versorgen. Dieser Schritt würde eine echte Abkehr vom Unbundle-Prinzip bedeuten, mit dem Steve Jobs iTunes zum Erfolg machte.
Nur nicht bei der Streaming-Konkurrenz
Welches Potenzial in der eigensinnigen Vermarktung von Musik steckt konnte Apple im letzten Jahr mit dem neuen Album der Sängerin Beyoncé testen. Dieses war eine Woche exklusiv bei iTunes angeboten worden und hatte schon in den ersten drei Tagen fast 830.000 Downloads erreicht - absoluter iTunes-Verkaufs-Rekord.
Es ist also wenig verwunderlich, dass Apple im Kampf gegen andere Angebote genau auf solche Erfolgsgaranten setzt. Wirklich interessant ist, wie der Konzern laut dem aktuellen Bericht von Billboard dabei das Wort "exklusiv" definiert. Demnach hätte Apple gar nichts dagegen, wenn Inhalte gleichzeitig bei anderen Anbietern verfügbar sind - einzige Bedingung: Es handelt sich nicht um Streaming-Dienste.
Der Gegner im Musikbusiness scheint für Apple klar ausgemacht. Man darf gespannt sein, ob entsprechenden Marketing-Maßnahmen in den nächsten Monaten und Jahren bei iTunes den Ton angeben.
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