BlackBerry: Lenovo zeigt Interesse an RIM-Kauf

Der chinesische Computerhersteller Lenovo sucht nach Möglichkeiten, um seine Reichweite im Bereich der Mobilgeräte zu steigern. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen dabei auch Interesse an einer möglichen Übernahme von Research In Motion.

Gegenüber dem US-Wirtschaftsdienst 'Bloomberg' erklärte Lenovos Finanzchef Wong Wai Ming, dass man alle Möglichkeiten prüfe, um weiter zu expandieren. Neben vielen anderen sei auch der BlackBerry-Hersteller RIM ein möglicher Kandidat, so Wong während des Weltwirtschaftsforums im Schweizer Davos.

Man werde sich nicht zurückhalten, wenn sich die richtigen Möglichkeiten ergeben, die dem Unternehmen und seinen Aktionären zugute kommen könnten, hieß es. Lenovo sucht derzeit nach neuen Übernahmekandidaten, um in weiteren Geschäftsbereich Fuß zu fassen, weil Tablets zunehmend Druck auf die PC-Verkäufe ausüben. Noch wächst Lenovos PC-Geschäft allerdings, so dass man inzwischen der zweitgrößte Hersteller in diesem Bereich ist.

Lenovo hat nach Angaben von Wong bereits Verhandlungen mit RIM und den Investoren des kanadischen Smartphone-Spezialisten geführt, bei denen es auch um mögliche Einstiegs- oder Strategiethemen ging. Aktuell will sich Lenovo noch nicht dazu äußern, wann eine Übernahme erfolgen könnte.

Man werde die Sache vorsichtig angehen, so Wong unter Bezug auf den seit Anfang des Jahres um 46 Prozent gestiegenen Aktienkurs von RIM. Die Börse hofft derzeit auf eine erfolgreiche Einführung der neuen Betriebssystemversion BlackBerry 10 und der neuen Smartphones BlackBerry Z10 und X10.


Einer Übernahme von RIM müsste auch noch die Zustimmung durch die kanadischen und US-amerikanischen Regierungen vorangehen, weil das Unternehmen sichere Kommunikationsnetze für deren Behörden betreibt. Außerdem prüft Kanada sämtliche Übernahmeversuche von einheimischen Firmen durch ausländische Unternehmen, um sicherzustellen, dass sie nicht schädlich für die Wirtschaft des Landes sind. Hinzu kommen auch noch Spionageängste der USA.

Lenovo ist schon jetzt im Smartphone-Bereich aktiv und hat mittlerweile in China mit 11 Prozent Marktanteil den zweiten Platz unter den Smartphoneherstellern erreicht. Weltweit könnte Lenovo bei einer Übernahme von RIM von dessen guten Beziehungen zu den Mobilfunkanbietern profitieren.
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Bloß nicht!!! Ich wünschte mir, dass RIM klein, aber fein bliebe.
 
@wingrill4: guter Traum, den auch ich träumen möchte ABER: RIM ist ein börsenkotiertes Unternehmen, somit ist der Traum schnell ausgeträumt.
 
@wingrill4: Bei der "Think"-Übernahme haben die scheinbar alles richtig gemacht, die IBM-"Think"-Sparte ist so richtig aufgeblüht (nun bekommt man sogar für die alten Netvista-Geräte alles online, unter IBM musste man sich die CDs kostenpflichtig zuschicken lassen, wenn zB eine Festplatte auf der Teile des BIOS waren abgeraucht ist). Lenovo hat sich als qualitativ hochwertiger Mitspieler auf dem PC-Markt einen Namen gemacht und nicht nur den guten Namen der Thinkpads genutzt um Chinaramsch zu vertreiben - RIM ist vielleicht nicht der Idealkanditat um die Smartphonebranche zu erobern, aber ich traue es Lenovo zu diesen angeschlagenen Konzern wieder nach vorne zu bringen. Android ist zwar der Marktführer, aber ohne einen eMail-Push und der daraus resultierenden Akkulaufzeit hat die Brombeere auf jeden Fall das größte Potential im Business-Bereich.
 
@otzepo: ich denke auch dass sie das nötige Fingerspitzengefühl besitzen RIM nicht zu verramschen, wie du schon sagtest hat sich Lenovo wirklich einen Namen gemacht.
 
@otzepo: lenovo hat schon zu IBM zeiten die thinks gebaut. nur hatte IBm dann kein interesse mehr und es endgültig an lenovo abgegeben. die haben eben nur noch eine schippe rauf gelegt, was sie ja vorher nicht durften da sie ja nur auftragsfertiger waren. ich denke rim kommt das zu gute wenn sie aufgekauft werden.


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