Lenovo liebäugelt weiter mit Kauf von BlackBerry

Der Aktienkurs des kanadischen Smartphoneherstellers BlackBerry (ehemals Research In Motion) ist nach Bekanntwerden der Äußerungen des Lenovo-Chefs Yang Yuanqing in die Höhe geschossen. Yang hatte das Interesse seines Unternehmens an einer Übernahme von BlackBerry bekräftigt.

Gegenüber der französischen Zeitung Les Echos erklärte Yang nach Angaben des Wirtschaftsdiensts 'Bloomberg', dass ein Deal mit BlackBerry "möglicherweise sinnvoll sein könnte", er aber "erst den Markt analysieren muss", um die "Wichtigkeit dieses Unternehmens genau zu verstehen". Schon im Januar hatte Lenovos Finanzchef Wong Wai Ming gesagt, dass man alle Möglichkeiten für neue Übernahmen prüfe, darunter auch ein Kauf von BlackBerry, aber zunächst die Marktsituation untersuchen werde.

Die Aktie von BlackBerry reagierte an der New Yorker Börse mit einem Kurssprung um gut 14 Prozent und legte im nachbörslichen Handel um weitere 1,34 Prozent zu. Es handelte sich um den kräftigsten Kursanstieg seit Anfang Februar. Allein in diesem Jahr hat die BlackBerry-Aktie bereits gut 26 Prozent an Wert gewonnen und steht nun bei 15,10 US-Dollar.

BlackBerry hatte sich vor einigen Wochen im Zuge der Einführung seiner neuen Smartphones Z10 und Q10 umbenannt. Schon seit dem letzten Jahr untersucht das Unternehmen, das von dem deutschen CEO Thorsten Heins geleitet wird, seine strategischen Möglichkeiten, zu denen auch ein Verkauf oder eine Lizenzierung des hauseigenen Betriebssystems BlackBerry 10 zählen sollen. Hintergrund sind die massiven Verluste von Marktanteilen bei Smartphones an Konkurrenten wie Apple und Samsung.


Eine Übernahme von BlackBerry durch Lenovo ist trotz der Äußerungen der ranghohen Manager des chinesischen Computerherstellers nicht unbedingt wahrscheinlich. Die kanadische Regierung prüft alle Übernahmeversuche von ausländischen Unternehmen mit einem Wert von umgerechnet mehr als gut 257 Millionen Euro, um sicherzustellen, dass derartige Schritte dem Land insgesamt zugutekommen.

Schon im Januar hatte BlackBerry-Chef Thorsten Heins mit Verwunderung auf die Äußerungen von Lenovo reagiert. Er könne nicht nachvollziehen, warum der Finanzchef von Lenovo sich zu einer Übernahme seiner Firma geäußert habe, denn noch gebe es nichts entsprechendes zu vermelden und es sei nicht üblich, vorab über derartige Dinge zu sprechen.
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Naa, wer hat denn da vorher schnell ein paar Aktien gekauft ?
 
ich fände es interessanter wenn microsoft es kauft und blackberrys dann mit wp8 laufen.
 
[re:1] algo am 12.03.13 13:46 Uhr
(+1
@xanax: bloß nicht! Einige MS Dienste für BB würde ich zwar bevorzugen, aber gleich WP für BB? BB10 ist doch gar nicht so schlecht und optisch auch ein Hingucker!
 
@xanax: Bloß nicht! Dann müsste die Kanzlerin ihr Handy wieder wechseln.
 
@xanax: du träumer


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