6 Strikes: Verwarnungen für Filesharer in den USA

In den Vereinigten Staaten wird in den kommenden Wochen ein Verwarnungsmodell für Filesharer, welches sich in den Grundzügen mit der Three-Strikes-Regelung aus Frankreich vergleichen lässt, offiziell starten.

Nach der Entwicklungszeit, die mehr als drei Jahre andauerte und an der die Unterhaltungsindustrie entsprechend beteiligt war, soll der Startschuss für das Copyright Alert System - so der offizielle Name für das Verwarnungsmodell - bald an den Start gehen, schreibt das Online-Portal 'Readwriteweb.com'. Mit diesem Vorhaben will man die Kunden einerseits bilden und zudem auch abschrecken. Die US-Regierung geht davon aus, dass das Copyright Alert System einen großen Einfluss auf die Piraterie im Netz haben wird.

Siehe auch: Neue Maßnahmen gegen die Piraterie in den USA

Bekannt ist dieses Vorhaben unter mehreren Bezeichnungen. Abgesehen von dem bereits angeführten Copyright Alert System ist diesbezüglich auch häufig die Rede von dem Six-Strikes-System. Wie die letztere Bezeichnung bereits verrät, sind sechs Stufen vorgesehen - eine komplette Sperrung des Internetzugangs wird es aber voraussichtlich nicht geben.

Der Internetdienstleister Verizon will einem veröffentlichten internen Dokument zufolge die ersten beiden Verwarnungen via E-Mail und eine Voicemail an die hinterlegte Rufnummer versenden. Sollte der jeweilige Kunde weiterhin kein anderes Verhalten an den Tag legen, so wird er beim Start seines Browsers im Rahmen der dritten und vierten Verwarnung auf eine spezielle Webseite umgeleitet. An dieser Stelle muss bestätigt werden, dass man die Warnung zur Kenntnis genommen hat.


Sollte der Kunde weiterhin durch Aktivitäten im Umfeld des Filesharings auffallen, so würde es folglich zur fünften und sechsten Verwarnung kommen. Neben der angesprochenen Warnmeldung im Browser bietet man den Kunden dann drei Möglichkeiten an. Man kann dann einer sofortigen Drosselung der Geschwindigkeit auf 256 Kilobit pro Sekunde zustimmen, um 14 Tage Aufschub bitten oder die American Arbitration Association um eine Prüfung des Sachverhalts bitten.

Im Zuge der Prüfung soll herausgefunden werden, ob es tatsächlich den richtigen Nutzer getroffen hat. Die American Arbitration Association ist ein privat geführtes Unternehmen und verlangt für diese Überprüfung 35 US-Dollar von den Kunden. Wie dieser Überprüfungsvorgang technisch genau abläuft, ist offiziell nicht bekannt. Sollte es sich tatsächlich um eine Verwechslung handeln, so wird der bezahlte Betrag zurückerstattet.
Mehr zum Thema: Filesharing
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Ob 3, 6 oder 28, sie werden es auch damit nicht schaffen, das FS Problem zu lösen - so lange nicht, bis sie endlich vernünftige Alternativen anbieten.
 
@eAndy: Also ich sehe keinen Grund, warum man Dateien illegal herunterladen muss. Musik kann man entweder als MP3 kaufen oder eben kostenlose dienste wie Spotify o.ä. nutzen. Bei Filmen gibt es auch schon etliche legale Download Möglichkeiten und auch Flatrates wie von Lovefilm. Ich finde es gibt schon einige Alternativen. Es ist natürlich immer gut, wenn es immer viel Konkurrenz gibt. Und dass nicht alles umsonst sein kann sollte auch jedem klar sein, irgendwie muss sich das ganze ja finanzieren.
 
@eAndy: Deine Meinung hätte ich für Deutschland gelten lassen. Gerade das Land von Hulu und Netflix bietet massig günstige und wertige alternativen!
 
@egigges: Ich weiß ja nicht in welchem Land Du lebst, aber dann sag mir mal den legalen Download von Skyfall oder Schutzengel von Till Schweiger? Und Spotify ist auch nicht komplett Kostenlos.
 
@Vatter1: Das muss es ja auch nicht. Musik lässt sich mittlerweile legal über das Netz beziehen. Dafür zahle ich auch jeden Monat gut 15€ (Spotify/Aupeo). Bei Serien und Filmen sieht die Sache ganz anders aus. Eigentlich haben alle Streaming-Angebote in Deutschland den einen oder anderen Pferdefuß. Entweder kein Angebot in HD, keine Mehrsprachigkeit oder überhaupt kein Streaming (nur DVDs/BRs). So lange sich das nicht ändert, wird sich ein Großteil kostenlos im Netz bedienen.


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