Suchmaschinen für Kinder treffen Bedürfnisse kaum

Spezielle Suchmaschinen für Kinder sind bisher noch nicht sonderlich attraktiv für ihre Zielgruppe und werden in der Regel nur genutzt, wenn wirklich Bedarf besteht, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung.

Laut der Studie des Deutschen Jugendinstituts gibt es verschiedene Probleme, die zu einer recht geringen Nutzung von Angeboten wie Blinde Kuh, FragFinn oder Helles Köpfchen führen. So können viele Eltern ihren Kindern für eine altersgerechte Internetrecherche schon deshalb keine Hilfestellung an die Hand geben, weil sie selbst zu wenig über Kindersuchmaschinen wissen.

Kindersuchmaschinen dienen außerdem vorwiegend als Rechercheinstrumente im schulischen Kontext. Suchbegriffe aus Biologie und Landeskunde spiegeln deutlich die Lehrpläne wider und lassen sich meist einzelnen Schulfächern zuordnen. An Wochenenden werden Kindersuchmaschinen dagegen weniger genutzt und in der Ferienzeit gehen die Anfragen um rund 90 Prozent zurück.

Kinder recherchieren dabei überwiegend per Einwort-Suche und beenden ihre Recherche meistens nach einer einzigen Suchanfrage. Hierin unterscheiden sie sich nicht wesentlich von Erwachsenen. Größtes Hindernis für eine erfolgreiche Suche sind jedoch die Rechtschreibprobleme der Kinder, denn mit ihnen steht und fällt, ob überhaupt eine Trefferliste erzielt wird. Zudem schränken fehlende Lese- und Rechtschreibkompetenzen den Umgang mit Suchbegriffen ein.


Bei den Sechs- und Siebenjährigen können Recherchen daher nur mithilfe eines Erwachsenen gelingen. Hier könnten die Kindersuchmaschinen durch eine Optimierung ihrer Usability die kindlichen Recherchedefizite ausgleichen und damit auch die Trefferquote erhöhen. Die Logfiles zeigen nämlich, dass die Kinder ihre Sucheingaben oft gar nicht oder auch falsch korrigieren. Dementsprechend sind die Suchmaschinenaufenthalte der Kinder relativ kurz.

Dies liegt auch daran, dass sie in der Regel die erste Trefferseite und dort vorwiegend die oberen Trefferpositionen auswählen. Treffer, die im Ranking weiter hinten liegen, werden nahezu gar nicht wahrgenommen. Weit mehr als ein Drittel klickt sogar kein einziges Ergebnis der Trefferliste an.

Auch wenn Ranglisten von häufigsten Suchwörtern nur begrenzt darüber Auskunft geben, wonach Kinder auf den Kindersuchmaschinen suchen, so verweisen die in der Studie ermittelten Top-Suchwörter "Spiel", "Hund" und "Sex" doch zumindest darauf, wie wichtig das Auffinden altersgerechter Inhalte über die Kindersuchmaschinen ist, um Kinder von für sie ungeeigneten frei zugänglichen Inhalten zu schützen.
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"Kinder recherchieren dabei überwiegend per Einwort-Suche und beenden ihre Recherche meistens nach einer einzigen Suchanfrage. Hierin unterscheiden sie sich nicht wesentlich von Erwachsenen." Alright. "Größtes Hindernis für eine erfolgreiche Suche sind jedoch die Rechtschreibprobleme der Kinder, denn mit ihnen steht und fällt, ob überhaupt eine Trefferliste erzielt wird. Zudem schränken fehlende Lese- und Rechtschreibkompetenzen den Umgang mit Suchbegriffen ein." ...Fehlt hier nicht auch ein "Hierin unterscheiden sie sich nicht wesentlich von Erwachsenen."?^^
 
@monte: ...nicht nur das. Sich nicht an die formalen Konventionen zu halten, bedeutet nicht, daß man inhaltlich erfolgreich sein kann. Nur diejenigen hacken auf Formalitäten wie der Rechtschreibung und/oder der Grammatik herum, die inhaltlich nichts zu bieten haben. So lenken sie nicht nur davon ab, daß sie weder künstlerich noch naturwissenschaftlich-technisch nichts zu bieten haben, sondern hoffen, daß andere sich eingeschüchtert fühlen. Rechtschreibung und Grammatik sind keine Naturgesetze - und daher gehören sie dem Reich des religiösen Fanatismus an: jeder, der sich nicht an die "heilige Schrift" hält, wird von den Nutzlosen aus niedersten Gründen angegriffen....aber dann aufregen, wenn sich Muslime zurecht darüber aufregen, daß man von ihnen und ihrem Glauben ebenso Karikaturen anfertigt, wie es in Europa mit den Juden und ihrem Glauben gemacht worden war, bevor sie vernichtet wurden.
 
@peenemund: ... und das hat mit dem Thema genau was zu tun? ~ Thema: Ob man Suchmaschinen auf Kinder optimieren muß? Denke eher nicht. Das erleichtert dann nur das Abschieben derselben, und wenn ein Kind was nicht findet, dann muß es halt fragen - damit lernt es ganz von selbst, seine Suchanfragen zu optimieren (und die Rechtschreibung kommt ganz nebenbei). Google z.B. fragt ja schon länger "meinten Sie vielleicht 'Papa' stat 'Pabba'?" Ansonsten bleibt mir nur hinzuzufügen: das beste Wissen nützt einem nichts, wenn man es nicht rüberbringen kann. Dazu braucht man Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse, jedenfalls dann, wenn man sich nicht mit Piktogrammen artikulieren will.
 
@monte: Google korrigiert einfach (besser) als FragFinn & Co würde ich vermuten
 
@peenemund: Von der Kindersuchmaschine auf verschlungenen Pfaden (zufälligerweise!) mal wieder beim Nationalsozialismus gelandet... Sowas kriegst auch (fast) nur du hin. Unglaublich.


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