Krebs nach Tätigkeit für Samsung offiziell anerkannt

Mit einer bisher sehr seltenen Entscheidung haben die Behörden Südkoreas der Familie einer an Krebs gestorbenen Frau Schadensersatz zugestanden. Als Auslöser wurde ihre Arbeit für den Elektronikkonzern Samsung anerkannt.

In der Vergangenheit hatten ehemalige Beschäftigte des Unternehmens immer wieder versucht, Krebserkrankungen als Folge ihrer Arbeit in Chipfabriken anerkannt zu bekommen. Der Konzern wehrte sich allerdings stets mit Gutachten, die besagten, dass ein solcher Nachweis nicht einwandfrei zu führen sei - auch um hohen Kompensationszahlungen aus dem Weg zu gehen.

Aber auch Image-Verluste wegen öffentlicher Debatten um schlechte Arbeitsbedingungen drohen in solchen Fällen. Dies dürfte im aktuellen Fall wohl der größte Schaden sein, denn die Zahlung wird durch eine staatliche Einrichtung erfolgen, in die die Unternehmen des Landes ohnehin Versicherungsbeiträge einzahlen.


Die fragliche Frau hatte in den Jahren 1995 bis 2000 in einer Halbleiter-Fabrik Samsungs gearbeitet und war dabei auch mit verschiedenen Chemikalien in Kontakt gekommen, berichtete die US-Nachrichtenagentur 'Associated Press'. Vor drei Jahren wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Die Behandlungen waren letztlich nicht erfolgreich und sie verstarb im März dieses Jahres im Alter von 36 Jahren.

Nach Auffassung der Behörden bestand bei der Frau ein deutlich gesteigertes Krebsrisiko, weil sie schon in sehr jungen Jahren aufgrund ihrer Tätigkeit mit gefährlichen Substanzen in Kontakt kam. Es sei statistisch recht unwahrscheinlich, dass sie auch einen Tumor bekommen hätte, wenn sie nicht bei Samsung tätig gewesen wäre. Neben den Chemikalien kam begünstigend hinzu, dass sie oft Nachtschichten arbeitete und Überstunden machte.

Dieser Fall reiht sich nun in eine relativ kleine Zahl von Entscheidungen ein, in denen eine Krebserkrankung als Folge der Arbeit bei Samsung anerkannt wurde. Aktuell warten in Südkorea noch rund 30 weitere Kläger auf entsprechende Entscheidungen.
Mehr zum Thema: Samsung Electronics
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Hilft ihr auch nicht... Und ich bezweifel, dass es den anderen Arbeitern helfen wird.
 
@therealsausage: Wenn Samsung bei jeder Krebserkrankung einen Schadensersatzklage fürchten muss, dann werden sie alleine aus Kostengründen die Produktion sicherer gestalten müssen. Von daher hilft es wenigstens ihren Kollegen in der Zukunft.
 
@elbosso: Nö ich denke sie werden eher die Produktion in ein Land verlagern in dem die Arbeitnehmerrechte noch mehr mit Füßen getreten werden.
 
@cathal: ich bin mir recht sicher, dass man sich auch dort irgendwann wehren wird. Außerdem kann man nicht jede x-beliebige Person ohne Ausbildung für die Chipproduktion einsetzen. Viele Hersteller von High-Tech-Produkten bereuen ja die Entscheidung, ihre Produktion von Deutschland nach China verlagert zu haben.
 
@elbosso: Ach deswegen die massenhafte Verlagerung von Produktionen aus China hier her .... hab mich schon gewundert.


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