Samsung soll für Krebstod von Mitarbeitern zahlen

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Der koreanische Elektronikkonzern Samsung wurde von einem Gericht in Seoul verurteilt, eine Entschädigung an die Familien von zwei ehemaligen Mitarbeitern zu zahlen, die an Leukämie verstorben sind. Gleichzeitig wurden die Forderungen von drei anderen Familien wegen ähnlicher Fälle aber abgeschmettert. Wie die 'EETimes' unter Berufung auf die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, weist Samsung weiterhin alle Vorwürfe von sich, wonach die Arbeit an den Produktionslinien des Unternehmens das Krebsrisiko erheblich erhöht. Eine Untersuchung durch staatliche Stellen hatte zuvor ebenfalls bestätigt, dass Samsung nicht für die beklagten Fälle von Leukämie und Lymphdrüsenkrebs verantwortlich ist.

Auch nach dem jüngsten Urteil will Samsung keine Zahlungen einleiten, sondern erneut Einspruch einlegen, um nach Angaben eines Sprechers in weiteren Verfahren den Verdacht auszuräumen. Zuvor hatten verschiedene Gruppen in Asien eine Kampagne gestartet, um Samsung wegen der angeblich erhöhten Zahl der Krebserkrankungen unter seinen Mitarbeitern zur Rechenschaft zu ziehen.

Das Gericht in Seoul entschied nun zugunsten der Familien der beiden Mitarbeiter, die über Jahre hinweg in einem Werk an der Reinigung der zur Halbleiterherstellung benötigten Wafer gearbeitet hatten. Es ging darum, eine Entscheidung der koreanischen Behörden zu annullieren, wonach Samsung nicht für die Entschädigung der Familien und die Bestattungskosten der Mitarbeiter aufkommen muss.

Eines der Opfer war eine junge Frau, die 2007 im Alter von nur 22 Jahren verstorben war. Bisher ging man davon aus, dass ihr Tod auf eine "natürliche Abnormalität" zurückzuführen war. Eine zweite frühere Samsung-Mitarbeiterin war nach einer zehnjährigen Tätigkeit in dem gleichen Werk im Alter von 30 Jahren ebenfalls an Leukämie gestorben. Private Nachforschungen von Angehörigen hatten eine Reihe von ähnlichen Fällen nachgewiesen, die angeblich ebenfalls auf die Arbeitsbedingungen bei Samsung zurückgingen.

Das Gericht erklärte, dass die Gründe für die Leukämieerkrankungen der Mitarbeiter zwar noch auf wissenschaftlicher Basis ermittelt werden müssten, aber anzunehmen sei, dass ihre dauerhafte Arbeit mit toxischen Chemikalien und ionisierender Strahlung die Erkrankungen ausgelöst oder zumindest dazu beigetragen hat. Es sei anzunehmen, dass ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung und ihrer Tätigkeit bestehe.

Nach Meinung der Richter sei wahrscheinlich, dass die Betroffenen durch ihre Arbeit an einem nicht automatisierten und schlecht ausgestatteten Platz in einer Produktionslinie einer erhöhten Belastung durch giftige Stoffe ausgesetzt waren. Es ist das erste Mal, dass ein Gericht die Arbeitsbedingungen bei Samsung mit dem Tod von Mitarbeitern in Verbindung bringt. Beobachter gehen davon aus, dass aufgrund des Urteils auf Samsung bald eine Reihe ähnlich gelagerter Klagen zukommen. Samsung, Logo, Chiphersteller, Samsung-Logo Samsung, Logo, Chiphersteller, Samsung-Logo Samsung
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