USA: Kein Prozess gegen die Megaupload-Betreiber

Ein US-Richter teilte kürzlich mit, dass es gegen die Betreiber der im Januar geschlossenen Filehosting-Plattform Megaupload möglicherweise gar nicht zu einem Prozess in den Vereinigten Staaten kommen wird.

Der in den USA für den Fall Megaupload zuständige Richter Liam O'Grady hat sich mit dem 'NZ Herald' über dieses Thema unterhalten. Seinen Einschätzungen zufolge ist es fraglich, ob man gegen die Betreiber von Megaupload in den Vereinigten Staaten tatsächlich eine Anklage erheben könnte.

Um in den USA ein Gerichtsverfahren eröffnen zu können, ist es zwingend erforderlich, zunächst eine Strafanzeige zu übermitteln. Laut dem Megaupload-Anwalt Ira Rothken können Unternehmen im Gegensatz zu Personen außerhalb der Vereinigten Staaten nicht angezeigt werden. Diesbezüglich dürfte es sich aber vermutlich um kein Versehen gehandelt haben.

Da sich die Betreiber von Megaupload nicht im US-Zuständigkeitsbereich befinden, können man diese nicht wegen kriminellen Machenschaften belangen, fügte er hinzu. Ferner versteht der Anwalt nicht, warum sich die US-Behörden dem nicht bewusst waren.


Hierbei handelt es sich nicht um das erste Problem im Zusammenhang mit der Anklage gegen die Megaupload-Betreiber. Immerhin wurde im März bekannt, dass es zu einem Verfahrensfehler gekommen ist. Die Beschlagnahmung des Eigentums von Kim Dotcom erklärte das zuständige Oberste Gericht in Neuseeland damals für nichtig, weil ein falscher Antrag gestellt wurde und sich der Angeklagte nicht hinreichend verteidigen konnte.

Gegenüber der Szene-Plattform 'Torrentfreak' teilte Kim Dotcom, der Gründer von Megaupload, mit, dass es sich hierbei um Korruption auf höchster politischer Ebene handelt. Den hierbei entstandenen Schaden könne man seinen Äußerungen nach zu urteilen nicht mehr reparieren. Trotzdem geht Dotcom davon aus, dass er und seine Kollegen freigesprochen werden. Überdies seien die Ermittlungen gegen Megaupload ein von der Content-Industrie gesteuertes Politikum, so Dotcom.
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Typisch Amerikaner. Erst schiessen, dann fragen. Die lernen es nie. Womöglich haben sie auch noch vergessen ihm bei der Verhaftung auch noch seine Rechte vorzulesen.
 
@LastFrontier: Was heißt die lernen es nie? Dank dieser Taktik ist Megaupload weg, viele weitere Hoster eingeschüchtert oder sogar offline. Die Politiker haben ihren von der Industrie bestellten Auftragsmord durchgeführt und wurden entlohnt. Ein Nachspiel wird das weder für Industrie, noch Politik haben. Das Recht spielt faktisch keine Rolle. Achja, und Kim wurd in Neuseeland verhaftet, ich vermute mal, dass man dort die Rechte wie hier nicht vorgelesen bekommt.
 
@lutschboy: Das musst du mir nicht erzählen. Das Recht spielt für den Amerikaner nur eine Rolle, wenn es in seinen Kram passt. Ansonsten wird es passend gemacht.
 
@LastFrontier: Ich denke, das die im Gegenteil ziemlich viel gelernt haben. Über die interne Ein und Ausgabe Struktur eines solchen Netzwerks, möglicherweise auch über die Programmierung, Passwörter, Kundendaten(banken) usw. Ist schließlich was anderes, wenn du da den ganz großen Deckel anheben kannst und anschließend in aller Ruhe draufschauen kannst, statt dich sozusagen mühsam seitlich reinbohren zu müssen. Das das ganze so gut gesichert war, das da keiner rein schauen konnte, wäre wohl wohl durch die Presse gegangen. Von daher stellt sich die Frage, ob die Amis nicht haben was sie wollten. Und genauso, ob ein wieder hoch fahren des Megadingens Sinn macht oder ob man sich nochmal als (Illegal)User dran beteiligen sollte.
 
@LastFrontier: kim tim pimp king dotcom kennt seine rechte in jedem land ganz genau. die ganze bisherige lebensweise von tim kim ping pong dotcom beruht auf lug und betrug. das weiß er selbst am besten. @lutschboy: "Das Recht spielt faktisch keine Rolle." das tut es für timkimpimpkingpingpongdotcom ja auch nicht! das stört aber keinen von euch.


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