Die britische Sendeanstalt BBC steht derzeit massiv unter Beschuss. Die Angriffe sollen aus dem Iran kommen und beschränken sich nicht nur auf Attacken über das Internet. In die Angelegenheit hat sich nun auch das britische Außenministerium eingeschaltet.
Denn dieses geht davon aus, dass hinter der Aktion nicht nur Einzelpersonen oder selbstständige Gruppen stehen, sondern die iranische Regierung die Fäden in der Hand hält. Immerhin ist für Angriffe dieser Art weit mehr nötig, als ein paar Internet-Zugänge.
"Die BBC zum Ziel zu machen ist ein Verhalten des iranischen Regimes, das wir verurteilen", erklärte ein Sprecher des britischen Außenministeriums. "Wir sehen diese Attacke als einen Teil einer breiter angelegten Kampagne gegen die BBC an."
Neben intensiven Angriffen über das Internet kommen auch automatisierte Telefon-Systeme zum Einsatz, die ununterbrochen Telefonnummern des Senders anrufen und diese damit blockieren. Weiterhin finden gezielte Störmaßnahmen gegen zwei Satellitenkanäle statt, mit denen BBC Persian in den mittleren Osten sendet.
Über den Sender werden immer wieder auch Beiträge übertragen, in denen Menschenrechtsverletzungen im Iran thematisiert werden. Mit den Attacken soll nun offenbar die freie Berichterstattung gegenüber der iranischen Bevölkerung unterbunden werden, während die Zensurmaßnahmen im Iran dafür sorgen, dass lediglich regierungstreue Medien aktiv sein können.


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