Microsoft: Zero-Day-Lücken werden überschätzt

Sicherheit, Malware, Virus Bildquelle: White Web Services
Die Malware-Infektionsrate liegt in Deutschland weit unter dem internationalen Durchschnitt. Laut dem aktuellen Security-Bericht des Software-Konzerns Microsoft liegt die Menge infizierter Systeme bei 3,2 pro tausend Computer. Weltweit sind es 9,8.
Der Report zeigt auch, dass das Zusammenspiel zwischen Sicherheits-Forschern und Software-Unternehmen seit einiger Zeit gut funktioniert und neu entdeckte Sicherheitslücken kaum ausgenutzt werden können, bevor ein Patch bereitsteht. "In der Vergangenheit wurde die Gefahr von Zero-Day-Sicherheitslücken oft überschätzt", sagte Vinny Gullotto, Leiter des Microsoft Malware Protection Centers.

Anders, als viele Fachleute wohl vermuten würden, sind in der ersten Hälfte 2011 nur weniger als ein Prozent der Angriffe auf Zero-Day-Sicherheitslücken zurückzuführen. "Die Analyse der Daten aber zeigt Kunden, dass sie bereits Werkzeuge in Händen halten, um die überwiegende Mehrheit der Angriffe abzuwehren", erklärte Gullotto-

Die meisten Schadprogramme werden über sogenannte Social-Engineering-Methoden verbreitet (weltweit 45 Prozent). Dies bedeutet, dass immer noch zu viele Anwender durch ihr fahrlässiges Handeln dafür sorgen, dass sich ein Schädling auf ihrem System einnisten kann.

Über ein Drittel der Schadprogramme auf Windows-Rechnern gehen auf den Missbrauch der AutoRun-Funktion zurück. Diese startet Programme automatisch, sobald eine CD oder ein USB-Stick in den Computer eingelegt wird. Zu Beginn des Jahres veröffentlichte Microsoft Updates für Windows XP und Vista, um die AutoRun-Funktion besser zu schützen und Dateien nicht automatisch beim Einlegen von Medien auszuführen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte so die Anzahl der befallenen Systeme um knapp 60 Prozent bei XP und um 74 Prozent bei Vista reduziert werden. Bei Windows 7 ist dieser Schutz standardmäßig aktiviert.

Aus dem Bericht geht weiterhin hervor, dass rund 90 Prozent der Infektionen auf Sicherheitslücken zurückzuführen sind, für die seit über einem Jahr ein Sicherheitsupdate zur Verfügung steht. Eine zunehmende Tendenz verzeichnete Microsoft auch bei Malware, die versucht, die System-Passwörter zu erraten und sich so Zugang zu bestimmten Rechten zu verschaffen. Aktuell liegt der Anteil solcher Attacken zwar noch knapp unter 2 Prozent, es werden aber mehr. Es ist daher ratsam, auch am heimischen PC ein sicheres Kennwort zu verwenden.

Phishing-Attacken konzentrieren sich derzeit auf Social Networks. Diese Methode wurde mit der Hälfte aller Phishing-Versuche im ersten Halbjahr in Verbindung gebracht. Sie erreichten im April mit knapp 84 Prozent einen Höchststand. Das zeigen auch die deutschen Zahlen: Im zweiten Quartal betrug die Rate der durch Adware infizierten Computer 44,1 Prozent; im ersten Quartal 2011 lag die Rate sogar bei 51,8 Prozent. Sicherheit, Malware, Virus Sicherheit, Malware, Virus White Web Services
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