Malware-Verbreitung hängt stark von ISPs ab
Regionen, in denen die Verbreitung von Malware deutlich unter dem globalen Durchschnitt liegt, haben nicht etwa einfach das Glück, für Kriminelle weniger interessant zu sein. Entscheidend sind vielmehr Faktoren wie der Aufwand, den Provider in die Verbesserung der Sicherheit stecken.
Das ist das Ergebnis einer Untersuchung durch Tim Rains, Produktmanager in Microsofts Trustworthy Computing-Group. Demnach verzeichnete man in Deutschland, Finnland, Japan und Österreich eine unterdurchschnittliche Verbreitung von Schadprogrammen.
Wie Rains ausführte, würden Kriminelle hier aber nicht weniger versuchen, den Nutzern Malware unterzuschieben, als beispielsweise in den USA. So verzeichnete man in Deutschland im ersten Halbjahr 2010 pro tausend Webseiten beispielsweise 1,98 Seiten mit integriertem Schadcode. In den USA waren es nur 1,27. In der zweiten Jahreshälfte wurde in beiden Regionen ein deutlicher Anstieg gemessen und die Werte kletterten auf 4,98 in Deutschland und 2,38 in den USA.
Auch bei den in Finnland gehosteten Seiten lag der Anteil der Angebote mit integrierter Malware doppelt so hoch wie in den USA. In Japan verzeichnete man zwar im ersten Halbjahr einen nur leicht höheren Wert, der allerdings im zweiten Halbjahr ebenfalls kräftig anstieg.
Trotzdem wurden bei den Nutzern in den fraglichen Staaten deutlich geringere Infektionsraten gemessen. Dies liegt laut Rains daran, dass die Gegenmaßnahmen deutlich effektiver sind. So bestünden hier beispielsweise starke Partnerschaften zwischen privatwirtschaftlichen und staatlichen Institutionen, über die proaktiv gegen Malware vorgegangen wird.
Weiterhin seien in den Ländern neben CERTs auch die Provider sehr aktiv darin, ihre Netze hinsichtlich der Aktivität von Schadcodes zu überwachen. Rains übt außerdem indirekt Kritik an der Arbeitsmoral von Admins in den USA: "Eine IT-Kultur, in der System-Administratoren umgehend auf Berichte über Infektionen reagieren, ist ebenfalls hilfreich." Nicht zuletzt trügen aber auch Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung und eine hohe Aufmerksamkeit der Medien dem Thema gegenüber, zu einem besseren Schutz bei.
Wie Rains ausführte, würden Kriminelle hier aber nicht weniger versuchen, den Nutzern Malware unterzuschieben, als beispielsweise in den USA. So verzeichnete man in Deutschland im ersten Halbjahr 2010 pro tausend Webseiten beispielsweise 1,98 Seiten mit integriertem Schadcode. In den USA waren es nur 1,27. In der zweiten Jahreshälfte wurde in beiden Regionen ein deutlicher Anstieg gemessen und die Werte kletterten auf 4,98 in Deutschland und 2,38 in den USA.
Auch bei den in Finnland gehosteten Seiten lag der Anteil der Angebote mit integrierter Malware doppelt so hoch wie in den USA. In Japan verzeichnete man zwar im ersten Halbjahr einen nur leicht höheren Wert, der allerdings im zweiten Halbjahr ebenfalls kräftig anstieg.
Trotzdem wurden bei den Nutzern in den fraglichen Staaten deutlich geringere Infektionsraten gemessen. Dies liegt laut Rains daran, dass die Gegenmaßnahmen deutlich effektiver sind. So bestünden hier beispielsweise starke Partnerschaften zwischen privatwirtschaftlichen und staatlichen Institutionen, über die proaktiv gegen Malware vorgegangen wird.
Weiterhin seien in den Ländern neben CERTs auch die Provider sehr aktiv darin, ihre Netze hinsichtlich der Aktivität von Schadcodes zu überwachen. Rains übt außerdem indirekt Kritik an der Arbeitsmoral von Admins in den USA: "Eine IT-Kultur, in der System-Administratoren umgehend auf Berichte über Infektionen reagieren, ist ebenfalls hilfreich." Nicht zuletzt trügen aber auch Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung und eine hohe Aufmerksamkeit der Medien dem Thema gegenüber, zu einem besseren Schutz bei.
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Christian Kahle
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