Apple will Jailbreak mit iOS 5 schwieriger machen

Wer sein iPhone mit Hilfe eines Jailbreaks entsperren will, sichert sich im Normalfall so genannte SHSH-Blobs, um bei Problemen zur offiziellen Firmware zurückkehren zu können. Diese Versicherung für Jailbreaker will Apple wohl mit iOS 5 abschaffen. Bis heute überprüft Apple bei jedem Bootvorgang des iPhones, ob die ECID zu der installierten Firmware passt. Wie Dieter Petereit in einem Artikel bei 't3n' erklärt, kommt in iOS 5 eine weitere Komponente dazu. Die so genannte APTicket Authentication sorgt dafür, dass beim Sichern und Wiederherstellen ein zusätzlicher Schlüssel erzeugt wird, der nur in einem bestimmten Zeitraum gültig ist. Möchte man eine Sicherung nach einem missglückten Jailbreak zurückspielen, kann das veraltete APTicket nicht verwendet werden.

Wie das iPhone Dev Team herausfand, wird die Gültigkeit der APTickets auf den Apple-Servern überprüft. So genannte Tethered Jailbreaks werden also auch weiterhin möglich sein, beispielsweise unter Verwendung der von Geohot entwickelten Software Limera1n. Bei jedem Bootvorgang des iPhones muss eine Kabelverbindung zwischen iPhone und PC bzw. Mac bestehen. Dabei werden die Apple-Server nicht kontaktiert.

Vermutlich wird Apple auch in iTunes diverse Schutzmaßnahmen implementieren, um das Zurückspielen einer Sicherung auf ein entsperrtes iPhone zu verhindern. Jailbreaker müssen also voraussichtlich mit einer alten iTunes-Version arbeiten. Möglicherweise wird Apple noch Veränderungen am neuen Jailbreak-Schutz vornehmen, denn die bisherigen Erkenntnisse stammen aus der kürzlich veröffentlichten Beta 2 von iOS 5.

Siehe auch: iOS 5: Zweite Beta mit drahtloser Synchronisation Jailbreak, iOS 5, Cydia Jailbreak, iOS 5, Cydia
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