Facebook, Wikipedia und Co. in Pakistan gesperrt

Internet & Webdienste Auf den eingereichten Antrag einer Gruppe islamischer Anwälte hin wurden in Pakistan zahlreiche Internetdienste zum wiederholten Mal gesperrt. Dazu gehören unter anderem Facebook, Wikipedia und MSN. Der Lahore High Court kam in der letzten Woche zur Entscheidung, dass die angesprochenen Webseiten mit ihren Inhalten gegen das pakistanische Blasphemie-Verbot verstoßen sollen, so die Association for Progressive Communication (APC) in einer Mitteilung.

Angeblich soll die Verunglimpfung des Propheten Mohammed im Internet auch gegen das internationale Recht verstoßen. Dieser Ansicht sind jedenfalls die zuständigen Anwälte hinter dieser Beschwerde. Zudem sind sie der Meinung, dass die Verunglimpfungen möglicherweise gewalttätige Auseinandersetzungen nach sich ziehen könnten.

Vor ungefähr einem Jahr hat eine Facebook-Gruppe dazu aufgerufen, Bilder des islamischen Propheten zu zeichnen und diese hochzuladen. Aus diesem Grund hat der Oberste Gerichtshof der pakistanischen Stadt Lahore eine Sperrung des Zugriffs auf das weltgrößte Social Network Facebook angeordnet.

Diese besagte Netzsperre wurde nach gut einer Woche in Pakistan wieder aufgehoben. Bestimmte blasphemische Inhalte sind jedoch auch weiterhin nicht mehr zugänglich für die Internetnutzer des Landes.
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