Apple will mit dem iPhone in den Prepaid-Markt
Das geht aus einem Bericht von Toni Sacconaghi, einem Analysten bei Bernstein Research, hervor, der sich exklusiv mit den Top-Managern des Konzerns - Chief Operating Officer Tim Cook, Finanzchef Peter Oppenheimer sowie Eddy Cue, dem Chef der Internet-Services, treffen konnte.
Cook bekräftigte demnach, dass man bei Smartphones wahrscheinlich bald auch in niedrigere Preissegmente vorstoßen werde. Das Unternehmen plane demnach "clevere Sachen", mit denen man den Prepaid-Markt adressieren wolle. Apple wolle nicht, dass seine Produkte nur den Reichen zur Verfügung stehen, und man werde keinen Markt einfach anderen Überlassen.
In China, einem klassischen Prepaid-Markt, habe Apple bereits viel Energie aufgewandt, um sich zu etablieren, so Cook. Dass dies auch in anderen Märkten gelingt, ist für den Konzern nicht nur wichtig, um bei Smartphones groß mitzuspielen. Cook bezeichnete das iPhone als "die Mutter aller Halos" und wies darauf hin, dass der Erfolg des Gerätes auch wesentlich zur Steigerung der Verkaufszahlen bei den anderen Produkten beigetragen hat.
Auch im Tablet-Markt sieht der Manager ein deutlich größeres Potenzial, als bisher von vielen erwartet wird. Er gehe davon aus, dass der Sektor größer werden kann, als der PC-Markt. Für Apple könnte dies bedeuten, allein hier zukünftig Umsätze zwischen 60 Milliarden und 100 Milliarden Dollar im Jahr einfahren zu können. Zum Vergleich: Der Umsatz im letzten Geschäftsjahr lag bei rund 65 Milliarden Dollar.
Cook geht aber auch davon aus, dass der Konkurrenzkampf in dem Segment wesentlich härter sein wird, als bei PCs oder Smartphones, weil hier Hersteller aus beiden Welten mitmischen werden. Allerdings habe Apple durch seinen frühen Start bereits einen gewissen Vorsprung und außerdem verschiedene interessante Sachen in der Pipeline, so Cook.
Oppenheimer ergänzte, dass ein Schlüssel für die weitere Expansion darin liege, die Beziehungen zu Mobilfunkbetreibern auszubauen. Aktuell hat Apple demnach Verträge mit 175 Unternehmen. Damit steht man noch weiter hinter dem Konkurrenten Research in Motion, der seine Blackberries über 550 Netzbetreiber verkaufen kann. In der vergangenen Woche konnte Apple einen weiteren Abschluss mit der koreanischen SK Telecom verbuchen, weitere sollen folgen.
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