Apple legt Bericht über Arbeitsbedingungen vor

Wirtschaft & Firmen Der Computer-Hersteller Apple hat seine Zulieferer in den letzten Monaten einer umfassenden Überprüfung hinsichtlich der Arbeitsbedingungen der dort beschäftigten Menschen unterzogen.
Nun veröffentlichte das Unternehmen einen Bericht über die Ergebnisse der Untersuchung. Demnach attestiert man insbesondere dem Auftragshersteller Foxconn, der wegen einer Reihe von Selbstmorden in der Belegschaft in die Schlagzeilen geraten war, eine positive Entwicklung.

Wie in dem Bericht ausgeführt wird, habe Apple im Zuge der Untersuchung die Zusammenarbeit mit drei Zulieferern eingestellt, nachdem diese die Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten nicht im erwarteten Maße verbesserten.

Bei Besuchen vor Ort wurden außerdem 91 Minderjährige gefunden, die in den Fabriken arbeiteten. Zumindest ein Zulieferer wusste, dass bei ihm Jugendliche tätig sind und sah großzügig über diese Tatsache hinweg. Die Zusammenarbeit wurde daher seitens des Computer-Herstellers aus Cupertino aufgekündigt. Mit verschiedenen anderen Unternehmen wurden den Angaben zufolge bessere Prüfverfahren und Management-Methoden entwickelt, die zukünftig verhindern sollen, dass Minderjährige mit teils gefälschten Papieren eine Anstellung erhalten.



Bei vielen asiatischen Auftragsherstellern arbeiten Wanderarbeiter aus anderen Ländern, die gezwungen sind, ins Ausland zu gehen, um ihre Familien zu ernähren. Diese werden dann auch noch oft von ihren Arbeitgebern abgezockt, indem ihnen beispielsweise unglaublich hohe Mieten für die Unterbringung abgeknöpft werden. Wie der Bericht ausführte, konnte Apple bei 18 Werken erreichen, dass eine Gesamtsumme von 3,4 Millionen Dollar an die Betroffenen zurückgezahlt wird.

Im Falle von Foxconn, einem der wichtigsten Zulieferer, wurde Apples Chief Operating Officer Tim Cook persönlich aktiv. Er erarbeitete vor Ort mit seinem Team Vorschläge, wie die Arbeitsbedingungen und die psychologische Betreuung von Beschäftigten verbessert werden können. Infolge dessen wurden in den Werken von Foxconn beispielsweise Gesundheits-Zentren eingerichtet, die rund um die Uhr besetzt sind.

Wie Apple in seinem Bericht weiter ausführte, prüfte man auch die Beschaffungswege für Rohstoffe wie Tantal, Zinn, Wolfram und Gold. Hier sollte sichergestellt werden, dass diese nicht aus Staaten importiert werden, in denen sie dazu dienen, bewaffnete Konflikte zu finanzieren.

Apple hatte die Überprüfung seiner Zulieferer verschärft, als die dort herrschenden Arbeitsbedingungen breit an die Öffentlichkeit kamen. Die Auftragsfertiger sind in der Regel zwar für viele IT-Unternehmen tätig, allerdings geriet vor allem Apple in die Schusslinie, weil der Konzern mit seinen iPhones und iPads auf einer großen Erfolgswelle reitet.
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