Whistleblower-Seite Cryptome.org wurde gehackt
Auf der Webseite werden seit vielen Jahren interne Dokumente von Regierungsbehörden der USA gesammelt. Den Eindringlingen gelang es nun, 54.000 solcher Dateien zu löschen. Der größte Teil konnte durch die Backups wiederhergestellt werden. Lediglich Neu-Einsendungen von Informanten aus den letzten zwei Tagen gingen verloren.
"Angriffe vollständig zu verhindern ist wegen der naturgemäß geringen Sicherheit des Internets nahezu unmöglich. Fast alle Security-Methoden haben ihre Schwächen", erklärten die Cryptome-Betreiber in einer Stellungnahme. Man könne lediglich die Lage beobachten und Backups bereithalten.
Den Angaben zufolge konnten die Angreifer auf bisher ungeklärtem Weg in die E-Mail-Konten von Cryptome eindringen. Dies nutzten sie, um über eine automatische Routine beim Kundendienst des Webhosters neue Passwörter anzufordern, womit sie vollständigen Zugriff auf die Webserver erhielten.
Rund 7 Gigabyte Daten fielen den Eindringlingen zum Opfer, die nun wiederhergestellt werden. In den 14 Jahren des Bestehens der Seite, handelte es sich um den zweiten erfolgreichen Angriff.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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