Microsoft zensiert Cryptome.org - Mirrors sind online

Recht, Politik & EU Dem Software-Konzern Microsoft ist etwas gelungen, woran die US-Regierung seit Jahren scheiterte: Die Abschaltung der Whistleblower-Seite Cryptome.org, auf der seit 1996 interne Regierungsdokumente veröffentlicht werden. Zuvor wurde auf der Plattform ein Papier bereitgestellt, das von Microsoft stammt und für die Strafverfolgungsbehörden gedacht war. In ihm erläutert das Unternehmen welche persönlichen Daten seiner Nutzer gespeichert werden und wie beispielsweise Strafverfolger auf sie zugreifen können.

Microsoft forderte daraufhin, dass das 22-seitige Dokument wieder offline genommen wird. Der Konzern stützte sich dabei auf das US-Urheberrechtsgesetz DMCA. Nachdem der Cryptome-Betreiber John Young der Aufforderung in der gesetzten Frist nicht nachkam, musste der Webhoster Network Solutions gemäß dem Gesetz das Angebot abschalten.

Aus dem Dokument geht beispielsweise hervor, dass Microsoft jede IP-Adresse, mit der sich ein Nutzer zu dem Dienst Xbox Live verbindet, dauerhaft speichert. Außerdem wird ausgeführt, dass die Inhalte von Gesprächen über den Microsoft Messenger nicht aufgezeichnet werden - Strafverfolger könnten hier maximal erfahren, wen ein Nutzer als Kontakt in der Buddy-Liste hat.

Weiterhin beschreibt das Dokument, welche Informationen Microsoft benötigt, um beispielsweise Urheberrechtsverletzungen in Form geposteter Bilder bei Spaces oder ähnlichem verfolgen zu können. Auch Anleitungen, wie man Log-Files von Servern auswertet, bietet das Papier.

Nachdem Microsoft mit seinem Antrag auf Abschaltung von Cryptome durchkam, reagierten andere Netzaktivisten schnell. So wird das Dokument und sogar die komplette Webseite inzwischen an verschiedenen Stellen gespiegelt. So boten die Wikileaks-Betreiber via Twitter umgehend an, die Seite zukünftig in ihrem Netzwerk zu hosten und stellen das fragliche Dokument bereits zur Verfügung.
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