Windows 7: "Verschlüsselung fördert Kinderpornos"

Windows 7 Mit Windows 7 hat Microsoft in der letzten Woche ein Betriebssystem in den Handel gebracht, das dank nützlicher Verbesserungen vom Großteil der IT-Welt positiv aufgenommen wird. Doch nicht alle freuen sich über die neuen Funktionen. So beschwert sich der auf den Schutz von Kindern spezialisierte Anwalt Hetty Johnson darüber, dass Windows 7 es für die Strafverfolgungsbehörden nahezu unmöglich macht, Kinderschänder zu belangen. Die Laufwerksverschlüsselung Bitlocker sorgt dafür, dass die Kriminellen ihre Kinderpornografie effektiv verstecken können.

Für die Polizei ist es dadurch äußerst schwierig, belastendes Beweismaterial auf den Festplatten der Verdächtigen zu finden. "Microsoft wurde lange Zeit für die unzureichende Sicherheit kritisiert - jetzt wurde ein robustes Sicherheitssystem integriert, das neben den Vorteilen auch Probleme mit sich bringt", fasste der Internetsicherheitsexperte Adrian McCullagh von der Queensland University of Technology zusammen.

"Es gibt gute Gründe, warum man die Inhalte auf seiner Festplatte verschlüsseln sollte, aber leider gibt es auch kriminelle Beweggründe." Laut McCullagh war diese Technologie bislang nur wenigen Personen bekannt. Jetzt, wo sie Bestandteil von Windows 7 ist, wird sie massenhaft eingesetzt werden.

Anwalt Johnson zeigte sich überrascht, wie Microsoft eine derartige Software entwickeln konnte. "Wenn dieses Produkt den Pädophilen die Sicherheit gibt, Kindern weiterhin zu schaden, dann wäre ich sehr enttäuscht. Ich erwarte von Microsoft, dieses Problem zu beseitigen", erklärte Johnson gegenüber der australischen Website 'news.com.au'.

Das Problem: In Australien darf man es ablehnen, die Verschlüsselung seines Rechners zu deaktivieren, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. In Großbritannien dagegen steht dies unter Strafe. Auch in Deutschland kann man nicht dazu gezwungen werden, schließlich würde man sich dadurch u.U. selbst mit Beweismaterial belasten.

Die Reaktion der Internetgemeinde auf die Aussage von Johnson ist eindeutig. So sind viele User der Meinung, dass seine Kritik an der falschen Stelle ansetzt. Statt Windows zu modifizieren, sollte man lieber die australischen Gesetze anpassen, heißt es. Ansonsten müsste man viele weitere Produkte modifizieren, da sie zur Verbreitung von Kinderpornografie beitragen.
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