CPUs: Intel & AMD wegen Embargoverstößen befragt

Prozessoren Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat im Mai die beiden Prozessorhersteller AMD und Intel wegen angeblicher Lieferungen ihrer Produkte an Länder befragt, die von der US-Regierung als "Sponsoren des Terrors" bezeichnet werden. In einem Bericht der SEC heisst es, dass im Mai 2008 Computer mit Prozessoren von Intel nach Kuba geliefert wurden. Es handele sich dabei um Systeme mit CPUs der Celeron-Serie, so das SEC-Büro für Internationale Sicherheit in einem Schreiben an Intel.

Kuba, Iran, Sudan und Syrien werden von der US-Regierung als Staaten eingestuft, die angebliche Terroristen mit Geld und Technologie unterstützen, weshalb die Ausfuhr bestimmter Produkte in diese Länder sanktioniert ist. Intel müsse daher genaue Auskunft über seine Geschäftsbeziehungen in diesen Regionen geben.

Unter anderem wollte die SEC erfahren, ob Intel über Distributoren, Wiederverkäufer, Lizenznehmer oder andere direkte und indirekte Kontakte Lieferungen gemacht hat. Nach Angaben von 'EETimes' wurde auch AMD von der Börsenaufsicht zu seinen Geschäften in den genannten Ländern befragt.

Hintergrund war hier der Bau eines neuen Supercomputers im Iran, bei dem Prozessoren von AMD zum Einsatz kommen. Die beiden Hersteller beteuerten, dass man sich in jeder Hinsicht an die US-Handelsgesetze halte und daher auch alle geschäftlichen Beziehungen zu Embargo-Ländern vermeide.

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