Windows 7: Microsoft zeigt frühe Interface-Konzepte

Windows 7 Microsoft begann schon im Jahr 2007 damit, an der Oberfläche von Windows 7 zu arbeiten. Jetzt hat das britische Magazin 'TechRadar' einige Bilder veröffentlicht, die Entwürfe der Microsoft-Designer aus dieser Zeit zeigen.

Bei der Arbeit am Interface des Vista-Nachfolgers ging es nach Angaben von Stephan Hoefnagels, Senior User Experience Designer, zunächst vor allem darum, diverse Ideen zu skizzieren und zu sammeln. Der Windows-Chef Steven Sinofsky selbst war dafür wegen seiner Erfahrungen aus der Entwicklung von Office angeblich sehr offen.


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Man habe daher keine Angst gehabt, auch verrückte Ideen auszuprobieren. Beispielsweise versuchten die Designer sich von Lava-Lampen oder auch sich öffnenden und schließenden Blüten inspirieren zu lassen. Letztlich gab es mehr als 400 Entwürfe - nur für die Nutzerführung. Mit ihnen sollten verschiedene Methoden der Bedienung erkundet werden.


Bei der Neugestaltung der Taskleiste orientierte man sich unter anderem an den bei Tests mit Anwendern gesammelten Erfahrungen. So hätten die Kunden die mit Vista eingeführten Vorschaubilder von Anwendungen in der Taskleiste gerne angeklickt, weshalb man diese Möglichkeit mit Windows 7 geschaffen hat.


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Einer der von TechRadar veröffentlichten Entwürfe zeigt ein Experiment, bei dem statt der Symbole einzelner Anwendungen, deren geöffnete Fenster im Miniaturformat in der Taskleiste angezeigt werden. Diese Idee wurde schnell verworfen, weil man bald feststellen musste, dass die Vorschaubilder oft einfach zu klein waren, was wiederum kaum Rückschlüsse auf die Art der Anwendung zuließ.


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Die weiteren Entwürfe zeigen, welche ungewöhnlichen Ideen die Designer außerdem hatten. Unter anderem gibt es einen Prototypen aus dem Februar 2007 mit der Bezeichung "Bat Signal". Bei ihm wurde bei Berühung eines Taskleisteneintrags mit der Maus das dazugehörige Fenster angezeigt, wobei "Lichtstrahlen" erschienen, die an das Rufsignal für den Superhelden Batman erinnern.

Die Idee wurde wegen verschiedener Probleme wieder verworfen, wurde aber schließlich zu dem weiterentwickelt, was wir heute unter dem Namen "Aero Peek" kennen. Die Funktion "Aero Shake", bei der man den Fensterrahmen greift und mit der Maus wackelt, um alle anderen Fenster verschwinden zu lassen, geht ebenfalls auf einen Prototypen zurück.


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Dieser trägt die Bezeichnung Aladdin und sah vor, die Vorschau eines im Hintergrund befindlichen Fensters zu zeigen, wenn der Anwender stetig dessen Taskleisteneintrag mit der Maus "reiben" würde. Die ursprüngliche Idee wurde schnell verworfen, weil die Funktion in dieser Form kaum sinnvoll nutzbar war, Letztlich kam aber "Aero Shake" heraus.

Auch die Jump Lists, mit denen unter Windows 7 der Zugriff auf häufig genutzte Funktionen und Dateien einer Anwendung möglich ist, haben einen langen Weg hinter sich. Nach Angaben von Hoefnagels konnten sie erst kurz vor Beginn der Betaphase in der jetzigen Form umgesetzt werden.


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Zuvor wurde ihmzufolge lange damit experimentiert, die Listen mittels einer zusätzlichen Schaltfläche am jeweiligen Taskleisteneintrag zugänglich zu machen. Während der Tests mit 63 ausgewählten Familien, die alle Varianten der Windows 7-Oberfläche ausprobierten, stellte sich dies jedoch als problematisch heraus.

Am Ende entschlossen sich die Designer, die Jump Lists über einen Rechtsklick zugänglich zu machen. Man fürchtete zwar, dass die Anwender sie deshalb zunächst nicht finden würden. Im Rahmen mehrmonatiger Tests wurde aber klar, dass fast alle Anwender früher oder später einen Rechtsklick auf Taskleistensymbole ausführen und so die Jump Lists entdecken würden.


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Die nun veröffentlichten Entwürfe zeigen einige weitere Interface-Prototypen und Skizzen. Microsoft gewährt damit erstmals einen Blick in die Arbeit an der Benutzeroberfläche von Windows 7. Die Bilder lassen auch erkennen, wie viel Aufwand hinter so mancher noch so kleinen Veränderung stecken kann.

WinFuture Screenshots: Windows 7 Interface Prototypen

WinFuture Special: Windows 7
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AeroShake kannte ich noch gar nicht! Habs gleich ausprobiert und ist echt praktisch! Weiter so!
 
@john-vogel: praktisch wofür? Wenn ich ein Fenster mit der Maus bewege, wozu sollten dann alle anderen Fenster verschwinden? Wozu muss ich den Desktop sehen? Ich kann ein Fenster nicht mit etwas auf dem Desktop verbinden. Mehr Sinn hätte es in meinen Augen, wenn man z.B. eine Datei im Explorer nimmt, um sie zu verschieben. Und wenn dann alle Fenster sich minimieren durch Schütteln der Maus. Dann könnte man die Datei so z.B. in einen Ordner auf dem Desktop legen. Aber wozu ein Fenster? Genauso, wozu man fürs Fenster maximieren das Fenster nach oben schieben kann? Doppelklick auf die Titelleiste und gut ist. Naja, man muss es ja nicht nutzen und vielleicht kann man es auch abschalten (was ich leider eher nicht glaube). Bisher bin ich in der Beta noch nicht über eine solche Option gestolpert.
 
@Runaway-Fan: Du bist Privatanweder :-) Designer die mit mehreren Bildschirme arbeiten und viele Fenster offen habe begrüßen das. Zumindest so die Aussage unserer Mitarbeiter hier.
 
@Runaway-Fan: Ich finde das sehr praktisch, das schafft sehr schnell Ordnung. Wenn ich mal ein Fenster im absoluten Fokus haben will, ohne das andere Fenster ablenken, dann schüttel ich es kurz. Will ich genau diese Fenster die in den Hintergrund gewandert sind wiederhaben, so schüttel ich wieder.
 
@Runaway-Fan: ...oder wenn man eine Datei vom Explorer einsfixdrei in einen Ordner oder auf den Desktop "abwerfen" möchte. Bspw ein Bild aus dem Browser. "Schüttel", drag, drop, platsch! PCO


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