IsoHunt geht gegen Musikindustrie in die Offensive

Filesharing Die kanadische BitTorrent-Suchmaschine IsoHunt ist gegen die Medienindustrie in die Offensive gegangen. Die Betreiber reichten eine Feststellungsklage ein, mit der man Forderungen durch die Medienbranche begegnen will. Hintergrund ist eine Unterlassungserklärung, deren Unterzeichnung der kanadische Musik-Branchenverband CRIA (Canadian Recording Industry Association of America) im letzten Mai forderte. IsoHunt-Betreiber Gary Fung wurde aufgefordert, die Seite zu schließen und zukünftig keine Links mehr zu veröffentlichen, die den Download urheberrechtlich geschützten Materials ermöglichen.

Die CRIA kündigte eine Zivilrechtsklage gegen Fung an, falls dieser sein Angebot nicht aus eigenen Stücken abschaltet. 20.000 Dollar wollte man für jeden Link fordern, der auf eine .torrent-Datei zum Download geschützter Werke verweist. Fung beklagte im Gegenzug, dass die CRIA die Möglichkeit nicht nutzt, entsprechende Links zu melden. Diese würden dann sofort von der Seite entfernt.

Vor Gericht will man sich nun Gewissheit holen, dass IsoHunt nicht gegen das Urheberrecht verstößt. Immerhin handle es sich um eine Suchmaschine, die ähnlich wie andere Vertreter ihrer Zunft arbeitet: Automatisierte Spider scannen zahlreiche BitTorrent-Tracker und fügen neue Download-Angebote in die Index-Datenbank ein.

Ebenso wie Google habe man keine Kontrolle darüber, welche Dateien im Einzelnen in den Index aufgenommen werden, so Fung. Daher könne man nur die Möglichkeit bieten, Einträge auf Bitte des Rechteinhabers aus der Datenbank zu entfernen.
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