"Protibetischer" Rootkit befällt Windows-Systeme

Viren & Trojaner Der Freiheitskampf der Tibeter wird inzwischen auch von den Autoren von Schadsoftware für eigene Zwecke missbraucht. Innerhalb der letzten Woche wurden mehrfach Trojaner und Malware entdeckt, welche auf Anwender zielen, die sich über den Konflikt zwischen China und Tibet informieren wollen. Nachdem zunächst bekannt wurde, dass ein Trojaner, der mittlerweile auf den Namen "Fribet" getauft wurde, die Runde machte, ist nun ein Windows-Rootkit in Umlauf gebracht worden, das auf der "Pro-Tibet-Welle" zu reiten versucht. Mit Hilfe eines Trickfilms, der einen chinesischen Olympia-Teilnehmer lächerlich machen soll, wird versucht, dem Anwender ein ganzes Paket von Schadsoftware unterzujubeln.

Spielt der Anwender den Film ab, wird auf dem System ein Keylogger zur Aufzeichnung von Tastaturanschlägen installiert, der von einem Rootkit vor der Entdeckung geschützt wird. Der Sicherheitsdienstleister McAfee sprach von einem "Pro-Tibet-Rootkit". Was nach einem harmlosen Flash-Film aussehe, sei in Wahrheit ein Versuch, diverse Dateien auf den PC der Anwender zu schmuggeln und zu verstecken, hieß es.

Nach Angaben des Unternehmens versuchen Internetkriminelle derzeit wieder verstärkt, von der Aufmerksamkeit zu profitieren, die den Olympischen Spielen zuteil wird. Mit verschiedenen Konzepten wird versucht, unvorsichtigen Nutzern persönliche Informationen zu entlocken, oder Schadsoftware auf ihren PCs zu platzieren.

Weitere Informationen: McAfee AVERT Labs Blog
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