Verkehrte Welt: Kazaa wegen RIAA-Klage verklagt

Internet & Webdienste Seit Jahren tobt in den USA ein Rechtstreit zwischen der Plattenfirma Elektra und der Familie Santangelo. Das Unternehmen wirft der Familie vor illegal Musik aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Besonders das Vorgehen des US-Musikverbandes RIAA im Namen von Elektra gegen die Kinder der alleinerziehenden Mutter sorgte bereits mehrfach für Aufsehen. Jetzt hat sich jedoch die Tochter der Familie zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen, der selbst den von ihrer eigenen Mutter beauftragten Anwälten etwas seltsam erscheint. Sie will gegen den Hersteller des Filesharing-Programms Kazaa und den Provider AOL klagen. Außerdem will sie die Person zur Rechenschaft ziehen, die Kazaa auf ihrem Rechner installiert hatte.

Sharman Networks, die Entwickler von Kazaa, sollen ihr Programm fehlerhaft gestaltet haben, was dazu führte, dass die Software seit ihrer ersten Veröffentlichung "gefährlich" gewesen sein soll. Außerdem soll ein Mann die Software ohne Zustimmung der Familie installiert haben. AOL soll sich nun ebenfalls vor Gericht verantworten, weil das Unternehmen die illegalen Downloads mit Kazaa nicht von vornherein unmöglich gemacht hat.

Die Tochter der Familie Santangelo beschuldigt AOL und Sharman Networks außerdem, angebliche Warnmeldungen der RIAA, die auf ihrem Rechner angezeigt werden sollten, geblockt zu haben. Selbst die Anwälte der Santangelos zeigten sich in ihrem Blog etwas überrascht, da bisher noch nie ein von der RIAA beschuldigter versucht haben soll, Dritte für seine Handlungen mitverantwortlich zu machen.
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