Ist das noch "Don't be Evil"? Google-Mitarbeiter gegen China-Pläne
Der Suchmaschinenriese ist aktuell in China nicht oder nur auf Umwegen erreichbar, da sich das Unternehmen aus Mountain View bisher geweigert hat, seine Dienste bzw. Suchergebnisse zu zensieren. Doch Google will sich den Fast-1,4-Milliarden-Menschen-Markt nicht entgehen lassen und arbeitet hinter verschlossenen Türen an einer Rückkehr ins Reich der Mitte.
Noch sind Details zu einer chinesischen Version der Suchmaschine bzw. dem Auftritt des US-Konzerns im bevölkerungsreichsten Land der Erde nicht bekannt, innerhalb des Unternehmens rumort es deswegen aber. Denn offenbar sind diese Pläne konkreter als gedacht, zumindest kann man auf Grund der nun bekannt gewordenen Mitarbeiterproteste darauf schließen.
Laut einem Bericht der New York Times (NYT) haben etwa tausend Google-Angestellte einen Brief unterzeichnet, in dem sie gegen den Aufbau einer zensierten Version der Suchmaschine protestieren. In dem Schreiben fordern die Mitarbeiter des Konzerns mehr Transparenz und eine stärkere Berücksichtigung der Menschenrechte. Infografik: So sucht man mit Google noch besser!
Anfang August sind Pläne des kalifornischen Konzerns bekannt geworden, wonach man ein modifiziertes Suchmaschinenangebot sowie eine zensierte Nachrichten-App für den chinesischen Markt entwickelt. Diese Arbeiten wurden Berichten zufolge bereits im vergangenen Jahr begonnen, um Kontroversen zu vermeiden, findet alles unter strenger Geheimhaltung statt.
Google hat den chinesischen Markt 2010 verlassen, weil man sich geweigert hat, eine im Sinne Pekings zensierte Version seiner Suchmaschine anzubieten. Damals klopfte man sich für seine "Don't be evil"-Haltung noch selbst auf die Schulter, doch das ist nun wohl vorbei.
Laut einem Bericht der New York Times (NYT) haben etwa tausend Google-Angestellte einen Brief unterzeichnet, in dem sie gegen den Aufbau einer zensierten Version der Suchmaschine protestieren. In dem Schreiben fordern die Mitarbeiter des Konzerns mehr Transparenz und eine stärkere Berücksichtigung der Menschenrechte. Infografik: So sucht man mit Google noch besser!
"Wir wollen wissen, woran wir arbeiten"
Die Google-Mitarbeiter merken an, dass sie nicht genug Informationen haben, um eine "ethisch wohlüberlegte Entscheidung über unsere Arbeit, die Projekte und unser Arbeitsverhältnis treffen zu können". Die NYT hat von zwei Quellen innerhalb des Unternehmens erfahren, dass die Google-Angestellten fordern, zu erfahren, "was wir eigentlich bauen".Anfang August sind Pläne des kalifornischen Konzerns bekannt geworden, wonach man ein modifiziertes Suchmaschinenangebot sowie eine zensierte Nachrichten-App für den chinesischen Markt entwickelt. Diese Arbeiten wurden Berichten zufolge bereits im vergangenen Jahr begonnen, um Kontroversen zu vermeiden, findet alles unter strenger Geheimhaltung statt.
Google hat den chinesischen Markt 2010 verlassen, weil man sich geweigert hat, eine im Sinne Pekings zensierte Version seiner Suchmaschine anzubieten. Damals klopfte man sich für seine "Don't be evil"-Haltung noch selbst auf die Schulter, doch das ist nun wohl vorbei.
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