Windows Defender: Derzeit gibt es ungewöhnlich viele False Positives
Der Microsoft-eigene Virenschutz Windows Defender wurde lange Zeit mit "Besser als nichts" umschrieben, das Redmonder Unternehmen hat seine Sicherheitssuite aber konstant verbessert. Mit Erfolg, denn der Defender hat sich zu einer echten Alternative gemausert. Aktuell scheint es aber einige Probleme mit Falschmeldungen zu geben.
Als False Positive wird in der Regel eine Viruswarnung bezeichnet, die keine echte Bedrohung betrifft, sondern bei einer harmlosen und sicheren Datei anspringt. Zu solchen Verwechslungen kommt es immer wieder mal und es ist auch kein Antiviren-Anbieter ausgenommen. Das Stichwort ist "gelegentlich", denn allzu häufig sollten solche Irrtümer nicht vorkommen - denn dann steigt die Chance, dass man eine echte Bedrohung ignoriert.
Der besagte Trojaner wurde Mitte Mai zur Windows Defender-Datenbank hinzugefügt, das sagt jedenfalls die Microsoft-eigene Seite Windows Defender Security Intelligence. Was der Trojaner macht, wird dort allerdings nur sehr vage beschrieben, nämlich mit einer Reihe von schädlichen Aktionen, zu denen Hacker in der Lage sind.
Markiert werden auch diverse Programme sowie Windows-DLLs. Entsprechende Berichte gibt es bis zuletzt, aktuell werden beispielsweise auf Reddit Fälle vermeldet, bei denen Windows 10-Rechner mit Version 1803, also mit dem April 2018 Update für das aktuelle Microsoft-Betriebssystem, betroffen sind.
Ungewöhnliche Häufung
Aktuell kommt es beim Defender zu einer ungewöhnlichen Häufung von False Positives: Wie Bleeping Computer (via Borncity) schreibt, gab es in den vergangenen Tagen zahlreiche Berichte, wonach der Windows Defender plötzlich diverse Dateien als "Trojan:Win32/Bluteal.B!rfn" markiert. Betroffen sind unterschiedliche Dateitypen, darunter CPU-Miner (wo eine Erkennung als Trojaner erklärbar wäre), aber auch völlig legitime Windows-Dateien.Der besagte Trojaner wurde Mitte Mai zur Windows Defender-Datenbank hinzugefügt, das sagt jedenfalls die Microsoft-eigene Seite Windows Defender Security Intelligence. Was der Trojaner macht, wird dort allerdings nur sehr vage beschrieben, nämlich mit einer Reihe von schädlichen Aktionen, zu denen Hacker in der Lage sind.
Markiert werden auch diverse Programme sowie Windows-DLLs. Entsprechende Berichte gibt es bis zuletzt, aktuell werden beispielsweise auf Reddit Fälle vermeldet, bei denen Windows 10-Rechner mit Version 1803, also mit dem April 2018 Update für das aktuelle Microsoft-Betriebssystem, betroffen sind.
Update empfohlen
Bisher ist nicht klar, woher diese Trojaner-Warnung kommt und vor allem warum sie so häufig anspringt, gegenüber Bleeping Computer hat Microsoft aber mittlerweile bestätigt, dass es sich um ein False Positive handelt und man die Definitionsdateien des Windows Defender aktualisieren sollte, was über Windows Update funktioniert.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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