Bitcoin-Wert zu 50% Betrug: Kursentwicklung wurde massiv manipuliert

Bitcoin, Währung, Bitcoins, Kryptowährung, virtuelle Währung Bildquelle: MichaelWuensch/CC0
Der massive Anstieg des Bitcoin-Kurses im vergangenen Jahr ist wohl nicht nur darauf zurückzuführen, das zahlreiche Investoren vom Spekulationsfieber erfasst wurden. Es gibt auch ziemlich deutliche Hinweise darauf, dass zumindest ein Teil des Booms durch koordinierte Manipulationen zustande kam.

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Zu diesem Schluss kam zumindest der Wirtschafts-Professor John Griffin von der University of Texas, der auf solche Fälle spezialisiert ist und mit Studenten Millionen von Bitcoin-Transaktionen beobachtet hat. Dabei fiel auf, dass es immer in kritischen Momenten der Kursentwicklung verstärkt zu auffälligen Transaktionen kam. Irgendwer hat dabei offensichtlich ziemlich gezielt Maßnahmen getroffen, die den Bitcoint-Wert stabilisierten oder nach oben hoben.

"Betrug und Manipulationen hinterlassen oft Spuren in den Daten - und es ist schön, hier eine Blockchain zu haben, mit der diese sich nachvollziehen lassen", erklärte Griffin gegenüber dem US-Sender CNBC. Hier soll insbesondere die Kryptowährung Tether eine entscheidende Rolle gespielt haben. Immer wenn der Bitcoin-Kurs in einem bestimmten Maße nach unten ging, wurden mit dieser Währung wiederum größere Investitionen getätigt, um stabilisierend einzugreifen.

Auffällige Muster

Dass dies nicht zufällig geschah, zeigte sich an einem letztlich recht gut erkennbaren Muster. In einzelnen Fällen sind solche Maßnahmen nicht geeignet, um größere Kursbewegungen zu verursachen, wenn sie aber immer wieder und sehr gezielt zum Einsatz kommen, schaukeln sich die Effekte regelrecht auf. "Unsere Forschung legt nahe, dass da kluge Leute das Interesse der Investoren in ihren eigenen Vorteil umgemünzt haben", erklärte der Wissenschaftler.

Am Ende geht es dann um riesige Beträge. Die Berechnungsmodelle des Finanzspezialisten ergaben, dass etwa 50 Prozent der gesamten Kurssteigerung Bitcoins im Beobachtungszeitraum auf diese Manipulationen zurückgeführt werden können. Bei den zahlreichen kleineren Kryptowährungen wurden ähnliche Maßnahmen gefunden und machten hier sogar bis zu 64 Prozent aus.

In der regulierten Finanzwirtschaft hätte das nun wohl zur Folge, dass die Wirtschaftskriminalisten großer Polizeibehörden jetzt außerordentlich aktiv werden würden. Da Bitcoin und Co. aber keiner Aufsicht unterliegen, wird hier aller Voraussicht nach schlicht gar nichts passieren. Keine Aussage trifft der Wissenschaftler darüber, wer hinter den Manipulationen stecken könnte - das bleibt also der Spekulation überlassen.

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