Klage erfolglos: Samsung muss Updates nicht für vier Jahre garantieren
Der koreanische Hersteller Samsung hat in Bezug auf Android-Updates nicht den besten Ruf. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, sich zu lange Zeit zu lassen und Updates auch nicht lange genug bereitzustellen. Letzteres war Gegenstand einer Klage in den Niederlanden.
Die Non-Profit-Konsumentenschutzorganisation Consumentenbond hat den koreanischen Konzern bereits Anfang 2016 verklagt und nach einem gut vier Jahre laufenden Rechtstreit hat das zuständige Gericht nun ein Urteil gefällt. Demnach muss Samsung Software-Updates nicht wie gefordert vier Jahre lang zur Verfügung stellen bzw. dies garantieren.
Die Konsumentenschützer wollten, dass Samsung neue Firmware bis zu vier Jahre nach der Veröffentlichung eines Geräts oder für maximal zwei Jahre nach dem Kauf von Smartphone oder Tablet bereitstellt. Laut der BBC (via Android Police) hat Samsung dagegengehalten und u. a. argumentiert, dass manche Geräte (mit Ausnahme der Einsteigerklasse) sogar länger mit Aktualisierungen versorgt würden.
Für niederländische Konsumenten, die sich eine Update-Garantie erhofft haben, ging die Sache aber nicht gut aus. Denn das Gericht hat die Forderungen von Consumentenbond zurückgewiesen, da diese mit "künftigen Handlungen" in Zusammenhang stehen könnten.
So kann Samsung beispielsweise beschließen, sollte man einen schwerwiegenden Bug finden, alle Smartphones auch nach Ablauf der geforderten Zeit zu aktualisieren. Gleichzeitig kann ein Bug aber auch zur Folge haben, dass bestimmte ältere Geräte nicht mit neuer Software versorgt werden können.
Die Konsumentenschützer zeigten sich erwartungsgemäß enttäuscht und meinten, dass es Samsungs Entscheidung sei, so viele Modelle auf den Markt zu werfen, "niemand zwingt sie dazu". Man zieht einen Vergleich mit Autoherstellern und meint, dass diese ebenfalls dafür sorgen müssten, "dass alle Modelle sicher und zuverlässig sind und das auch bleiben".
Mehr zum Thema Samsung und Updates:
Die Konsumentenschützer wollten, dass Samsung neue Firmware bis zu vier Jahre nach der Veröffentlichung eines Geräts oder für maximal zwei Jahre nach dem Kauf von Smartphone oder Tablet bereitstellt. Laut der BBC (via Android Police) hat Samsung dagegengehalten und u. a. argumentiert, dass manche Geräte (mit Ausnahme der Einsteigerklasse) sogar länger mit Aktualisierungen versorgt würden.
Zukunftsmusik
Der Fall wurde bereits einmal von der niederländischen Justiz aufgrund seiner Komplexität zurückgewiesen, die Konsumentenschützer gaben aber nicht auf und reichten ihre Klage 2016 erneut ein. Vor einem Jahr haben dann die Anhörungen begonnen, nun wurde ein Urteil gefällt.Für niederländische Konsumenten, die sich eine Update-Garantie erhofft haben, ging die Sache aber nicht gut aus. Denn das Gericht hat die Forderungen von Consumentenbond zurückgewiesen, da diese mit "künftigen Handlungen" in Zusammenhang stehen könnten.
So kann Samsung beispielsweise beschließen, sollte man einen schwerwiegenden Bug finden, alle Smartphones auch nach Ablauf der geforderten Zeit zu aktualisieren. Gleichzeitig kann ein Bug aber auch zur Folge haben, dass bestimmte ältere Geräte nicht mit neuer Software versorgt werden können.
Die Konsumentenschützer zeigten sich erwartungsgemäß enttäuscht und meinten, dass es Samsungs Entscheidung sei, so viele Modelle auf den Markt zu werfen, "niemand zwingt sie dazu". Man zieht einen Vergleich mit Autoherstellern und meint, dass diese ebenfalls dafür sorgen müssten, "dass alle Modelle sicher und zuverlässig sind und das auch bleiben".
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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