Begehrte Daten: Jetzt wurde auch der Chef einer Bitcoin-Börse entführt
Die enormen Wertsteigerungen der Bitcoins und die Verankerung der Kryptowährung im kriminellen Milieu dürften ein Ansatz sein, mit dem eine bisher etwas rätselhafte Entführung erklärt werden könnte. In einer filmreifen Aktion wurde am Dienstag Pavel Lerner, Chef der Bitcoin-Börse Exmo, in der Ukraine verschleppt.
Der 40-Jährige hatte gerade das Büro verlassen, als ihn mehrere maskierte Männer in einen schwarzen Benz zerrten. Die örtliche Polizei bestätigte laut einem Bericht der BBC, dass es eine Entführung gegeben hat, ging aber nicht näher auf die Umstände oder das Opfer ein. Man verwies darauf, dass in dem Fall Ermittlungen laufen und die Öffentlichkeit zu gegebenem Zeitpunkt über weitere Einzelheiten informiert würde.
Lerner gilt als ausgewiesener Experte für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen und ist insbesondere in der Bitcoin-Szene recht bekannt. Entsprechend erschüttert waren die Reaktionen auf die Entführung. Aktuell ist noch völlig unklar, was die genauen Hintergründe der Tat sind. Allerdings spricht einiges dafür, dass die Täter versuchen, an die extrem lukrativ gewordenen Währungseinheiten heranzukommen.
Allerdings, so erklärten Mitarbeiter der Börse, habe es schlicht nicht zu Lerners Job bei Exmo gehört, die Zugangsdaten zu den Storage-Systemen zu kennen. Auch auf die Konten von Kunden habe der Chef keinen direkten Zugriff gehabt. Entsprechend könnten die Entführer nicht damit rechnen, von ihrem Opfer an die Schatztruhen geführt zu werden. Ob das allerdings eine schnelle Freilassung befördert, ist zweifelhaft.
Lerner gilt als ausgewiesener Experte für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen und ist insbesondere in der Bitcoin-Szene recht bekannt. Entsprechend erschüttert waren die Reaktionen auf die Entführung. Aktuell ist noch völlig unklar, was die genauen Hintergründe der Tat sind. Allerdings spricht einiges dafür, dass die Täter versuchen, an die extrem lukrativ gewordenen Währungseinheiten heranzukommen.
Angriffe folgten auf dem Fuße
Dafür spricht die Tatsache, dass Exmo am Donnerstag darüber informierte, auch zum Ziel von Angriffen geworden zu sein. Die Täter könnten hier versucht haben, aus dem Entführungsopfer benötigte Informationen herauszupressen. Im besten Falle könnte man hier natürlich mit den Zugangsdaten zu den Servern rechnen.Allerdings, so erklärten Mitarbeiter der Börse, habe es schlicht nicht zu Lerners Job bei Exmo gehört, die Zugangsdaten zu den Storage-Systemen zu kennen. Auch auf die Konten von Kunden habe der Chef keinen direkten Zugriff gehabt. Entsprechend könnten die Entführer nicht damit rechnen, von ihrem Opfer an die Schatztruhen geführt zu werden. Ob das allerdings eine schnelle Freilassung befördert, ist zweifelhaft.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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