Broadcom: Feindliche Übernahme von Qualcomm für über 100 Mrd.Dollar
Der noch in Singapur ansässige Chiphersteller Broadcom setzt zur feindlichen Übernahme des US-Chipgiganten Qualcomm an. Für mehr als 100 Milliarden Dollar will der Konkurrent den weltweit führenden Hersteller von ARM-Prozessoren übernehmen - um so selbst zum weltweiten Spitzenreiter unter den Chipherstellern für Mobilgeräte aufzusteigen.
Broadcom will nach eigenen Angaben insgesamt gut 103 Milliarden Dollar für den Kauf von Qualcomm auf den Tisch legen. Bei Qualcomm dürfte man dem Deal keineswegs positiv gegenüberstehen, hat sich das Unternehmen doch selbst keineswegs auf einen Verkauf eingestellt und dürfte alles versuchen, um einen Übernahmversuch zu verhindern. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Kalifornier das unerwünschte Gebot von Broadcom ohnehin abschmettern dürften.
Die Aktionäre von Qualcomm würden bei dem von Broadcom angestrebten Deal wohl 60 Dollar in Bar und 10 Dollar in Form von Broadcom-Aktien für jede ihrer Aktien erhalten. Zusammen mit Qualcomms Außenständen würde der Gesamtwert der Transaktion wohl bei rund 130 Millarden Dollar liegen. Die Börse reagierte zunächst recht skeptisch auf die Ankündigung eines Übernahmeversuchs. Die Aktie von Qualcomm legte nur geringfügig zu, weil die Finanzwelt wohl nur geringe Erfolgsaussichten für das Vorhaben sieht - zumindest unter den aktuellen Bedingungen.
Größter Chip-Deal der Geschichte: Broadcom erwägt Kauf von Qualcomm
Massive Bedenken auf Seiten der Wettbewerbsbehörden
Qualcomm kündigte seinerseits an, dass man das Übernahmeangebot prüfen werde. Vermutlich wird es als zu niedrig abgewiesen, zumal es massive Bedenken auf Seiten der Wettbewerbsbehörden diverser Länder geben dürfte, dass ohnehin massive Hürden zu überwinden wären. Vermutlich würden die Behörden in der EU und den USA sehr lange brauchen und diverse Zugeständnisse verlangen, bevor sie einem solchen Deal zustimmen.Neue Kunden gewinnen
Sollte es Broadcom tatsächlich gelingen, Qualcomm zu übernehmen, würde ein extrem dominanter Chiphersteller entstehen, der einen Großteil des Marktes für die aktuell knapp 1,5 Milliarden jährlich verkauften Smartphones kontrollieren würde. Gleichzeitig würde Intel wieder stärker unter Druck geraten, nachdem es dem früher voll auf PCs konzentrierten US-Halbleiterriesen zuletzt gelungen war, sich breiter aufzustellen - unter anderem durch den Zugewinn von Apple als Modem-Kunden.Die Aktionäre von Qualcomm würden bei dem von Broadcom angestrebten Deal wohl 60 Dollar in Bar und 10 Dollar in Form von Broadcom-Aktien für jede ihrer Aktien erhalten. Zusammen mit Qualcomms Außenständen würde der Gesamtwert der Transaktion wohl bei rund 130 Millarden Dollar liegen. Die Börse reagierte zunächst recht skeptisch auf die Ankündigung eines Übernahmeversuchs. Die Aktie von Qualcomm legte nur geringfügig zu, weil die Finanzwelt wohl nur geringe Erfolgsaussichten für das Vorhaben sieht - zumindest unter den aktuellen Bedingungen.
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