Größter Chip-Deal der Geschichte:
Broadcom erwägt Kauf von Qualcomm
In den USA bahnt sich möglicherweise der größte Deal unter Chipherstellern an, den es in der Geschichte der IT-Industrie bisher gegeben hat. Der auf Funkchips spezialisierte Hersteller Broadcom soll derzeit den Kauf des vor allem für seine Mobilfunk-SoCs auf ARM-Basis bekannten Chipgiganten Qualcomm prüfen.
Wie der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg unter Berufung auf Quellen berichtet, die mit dem Vorhaben von Broadcom vertraut sein sollen, könnte das Unternehmen vor der Übernahme des Konkurrenten Qualcomm stehen. Broadcom lässt sich dem Bericht zufolge derzeit von Banken und Finanzspezialisten zu dem möglichen Kauf beraten, heißt es weiter. Noch finden die Gespräche angeblich hinter verschlossenen Türen statt.
Generell sollen sich die Überlegungen von Broadcom noch in einem relativ frühen Stadium befinden, so dass unklar ist, ob der Chiphersteller überhaupt einen tatsächlichen Übernahmeversuch startet und ob das Geschäft zustandekommen kann. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen und es gebe keine Garantien, dass man die Überlegungen in die Tat umsetzt. Qualcomms Aktie reagierte schonmal extrem positiv auf die Nachricht von einer möglichen Übernahme - und legte innerhalb eines Tages bis zu 13 Prozent zu.
Qualcomm ist nach dem Anstieg des Kurses aktuell rund 92 Milliarden Dollar wert, während Broadcoms Marktwert derzeit bei rund 107 Milliarden Dollar liegt. Broadcom war in seiner heutigen Form erst 2016 entstanden, als Avago Technologies die frühere Broadcom Corporation für 37 Milliarden Dollar übernahm. Das Unternehmen hatte erst in dieser Woche verkündet, dass man den Hauptsitz von Singapur in die USA verlegen wolle - was US-Präsident Trump als großen Erfolg feierte.
Hintergrund dürfte aber wohl eher das Interesse Broadcoms sein, die Hürden für die Übernahme des Chiplieferanten Brocade auszuräumen, dem die US-Regulierungsbehörden derzeit noch skeptisch gegenüberstehen. Auch bei einer Übernahme von Qualcomm dürfte ein vollständiger Umzug von Broadcom in die USA wohl vieles einfacher machen. Bisher hat der Konzern seinen Hauptsitz in Singapur, nennt aber die kalifornische Stadt San Jose schon jetzt als zweiten wichtigsten Standort.
Qualcomm ist vor allem für seine Mobilfunktechnologien bekannt und gilt als der größte Lieferant von ARM-Prozessoren für die Verwendung in Smartphones und anderen Mobilgeräten aller Art. Zuletzt geriet das Unternehmen zunehmend unter Druck, weil Wettbewerbsbehörden in aller Welt die Lizenzpolitik von Qualcomm als problematisch einstufen und wegen der Ausnutzung zu großer Marktmacht ermitteln. Außerdem droht Apple als einer der Hauptkunden für Modemtechnologien wegzufallen, weil der iPhone-Hersteller aktuell versucht, sich von Qualcomm und seinen Patenten unabhängig zu machen.
Generell sollen sich die Überlegungen von Broadcom noch in einem relativ frühen Stadium befinden, so dass unklar ist, ob der Chiphersteller überhaupt einen tatsächlichen Übernahmeversuch startet und ob das Geschäft zustandekommen kann. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen und es gebe keine Garantien, dass man die Überlegungen in die Tat umsetzt. Qualcomms Aktie reagierte schonmal extrem positiv auf die Nachricht von einer möglichen Übernahme - und legte innerhalb eines Tages bis zu 13 Prozent zu.
Qualcomm ist nach dem Anstieg des Kurses aktuell rund 92 Milliarden Dollar wert, während Broadcoms Marktwert derzeit bei rund 107 Milliarden Dollar liegt. Broadcom war in seiner heutigen Form erst 2016 entstanden, als Avago Technologies die frühere Broadcom Corporation für 37 Milliarden Dollar übernahm. Das Unternehmen hatte erst in dieser Woche verkündet, dass man den Hauptsitz von Singapur in die USA verlegen wolle - was US-Präsident Trump als großen Erfolg feierte.
Hintergrund dürfte aber wohl eher das Interesse Broadcoms sein, die Hürden für die Übernahme des Chiplieferanten Brocade auszuräumen, dem die US-Regulierungsbehörden derzeit noch skeptisch gegenüberstehen. Auch bei einer Übernahme von Qualcomm dürfte ein vollständiger Umzug von Broadcom in die USA wohl vieles einfacher machen. Bisher hat der Konzern seinen Hauptsitz in Singapur, nennt aber die kalifornische Stadt San Jose schon jetzt als zweiten wichtigsten Standort.
Qualcomm ist vor allem für seine Mobilfunktechnologien bekannt und gilt als der größte Lieferant von ARM-Prozessoren für die Verwendung in Smartphones und anderen Mobilgeräten aller Art. Zuletzt geriet das Unternehmen zunehmend unter Druck, weil Wettbewerbsbehörden in aller Welt die Lizenzpolitik von Qualcomm als problematisch einstufen und wegen der Ausnutzung zu großer Marktmacht ermitteln. Außerdem droht Apple als einer der Hauptkunden für Modemtechnologien wegzufallen, weil der iPhone-Hersteller aktuell versucht, sich von Qualcomm und seinen Patenten unabhängig zu machen.
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