Wemax Go Pro: Kleiner Laser-Projektor für die mobile Nutzung

Ähnlich wie beim Xgimi Aura handelt es sich beim Wemax Go Pro um einen Laser Projektor. Allerdings passt der Go Pro in eine Hand- oder Hosentasche und wird nicht direkt vor der Wand positioniert, auf die projiziert wird. Der Wemax Go Pro ist ein portabler Laser-Projektor, der mit internem Akku daher kommt. Die ersten Exemplare werden aktuell über Crowdfunding verkauft.

Wemax hat gleich zwei neue Laser-Projektoren vorgestellt: den Go und Go Pro. Die Pro-Version kommt mit einigen Features daher, die durchaus den Aufpreis zur normalen Variante rechtfertigen. Die Unterschiede beginnen bereits bei der Auflösung: Der Wemax Go Pro löst mit 1920x1080 Pixel auf. Es wird folglich ein Full HD-Bild projiziert. Während beide Geräte auf ähnlicher Distanz ein gleichgroßes Bild werfen, ist der Go Pro mit 600 ANSI-Lumen doppelt so hell wie der 300 ANSI Lumen helle Wemax Go. Die erhöhte Helligkeit ermöglicht es, Filme, Serien oder Spiele auf einer größeren Leinwand zu betrachten. Überraschenderweise ist das Bild des Wemax Go Pro auch ohne extra Leinwand heller als das des Xgimi Halo, obwohl dieser laut Hersteller mit 800 ANSI Lumen im Netzbetrieb daher kommt.

Der Wemax Go Pro bringt einige nützliche Features mit. Dazu gehört der Autofokus, welcher das Bild binnen Sekunden auch in schwierigen Situationen scharfstellt. Die Go-Variante verfügt hingegen über ein Fokusrad. Viel wichtiger ist aber die beim Wemax Go Pro mögliche Vier-Ecken-Korrektur. Spielt man mit dem Bild herum, merkt man schnell, dass die Schritte zur Bildanpassung durchaus kleinschnittig sind, um ein möglichst gerades Bild auf der Leinwand zu erzeugen. Der Wemax Go Pro eignet sich folglich auch für Projektionen von der Seite, was mit dem normalen Modell nicht so einfach möglich ist. Nicht weniger nützlich ist das intrigierte Bluetooth und 2,4-GHz- sowie 5-GHz-Wifi beim Wemax Go Pro.

Ton ist schwierig

Während man sich beim Wemax Go auf externe Geräte oder das Streamen via Miracast bzw. Airplay einlassen muss, verfügt der Wemax Go Pro über ein eigenes Betriebssystem, auf dem Apps installiert werden können. Streamingdienste, wie etwa Netflix, laufen ohne extra FireTV-Stick. Ein kleines Betriebssystem hebt jeden Projektor auf eine andere Ebene, da die Möglichkeiten, den Beamer praktisch und vielfältig einzusetzen, durch bspw. Android sehr groß sind. Dafür muss allerdings das Gesamtpaket stimmen.

Beim Go Pro setzt Wemax auf einen vier Watt Lautsprecher. Auch wenn es bereits drei Watt mehr sind, als beim Go Modell, kann sich Wemax hier leider nicht gegen Xgimi Halo oder den Mogo Pro Plus durchsetzen. Beide verfügen über bessere Speaker. Auch wenn man Projektoren wie den Go Pro wahrscheinlich sowieso mit externen Lautsprechern verwendet, hätte ein besserer Speaker den Gesamteindruck verbessert. Trotzdem verfügt der Wemax Go Pro über einen Bluetooth Speaker Mode. In jenem lässt sich ohne eingeschaltete Lichtquelle Musik abspielen.

Wemax liefert den Go Pro mit einem 65 Watt USB-C Netzteil aus. Dies versorgt den Projektor mit Energie, lädt aber auch den internen 3485 mAh Akku des Projektors auf. Mit jenem ist der Projektor kabellos zu betreiben. Die Akkulaufzeit ist stets davon abhängig, wie das Gerät betrieben wird. Verwendet man bspw. den USB-Port und streamt keine Serien, kann man die Laufzeit des Projektors verlängern. Ein Akku kann im Haus sowie im Garten nützlich sein. Mit der Celexon INF200 und dem Wemax Go Pro kann man im nächsten Sommer für schöne Erinnerungen sorgen. Für Laser Projektoren sind ALR-Leinwände empfehlenswert. Diese verfügen über ein graues Leinwandtuch, welches Umgebungs- oder Stimmungslicht besser absorbiert.

Angeboten wird der Wemax Go Pro aktuell auf Indiegogo. Das Crowdfunding-Projekt verlief sehr erfolgreich: Die fast schon symbolisch wirkenden 444 Euro wurden sehr schnell erreicht. Stand heute haben 133 Unterstützer 73.616 Euro begesteuert. Die schnelle Finanzierung könnte auch daran liegen, dass der Wemax Go und Go Pro im Rahmen der Finanzierung 50 % günstiger sind, als später im regulären Verkauf: Die Pro Variante wird 1.198 statt 599 Dollar auf Indiegogo kosten, während für den Wemax Go statt 349 Euro im Crowdfunding-Projekt später 598 Euro ausgerufen werden. Die Kampagne läuft stand heute noch etwa 26 Tage, sodass noch genug Zeit besteht, sich einige der Vorteile bei Indiegogo zu sichern. Dazu gehört ein ALR Screen, der Tageslichtprojektionen möglich macht. Ähnlich wie bei der Xgimi Tischleinwand ist die ALR Leinwand 50 Zoll groß. In der Zwischenzeit hat Wemax eine Community für die Unterstützer ins Lebens gerufen. Hier wird es tagesaktuell Updates zur Kampagne und dem Produkt geben. Spätestens, wenn dieser Artikel bereits einige Zeit alt ist, empfiehlt es sich, dort vorbeizuschauen. Die bisherigen Unterstützer können aber auch auf der Indiegogo-Seite Fragen zum Produkt stellen, die aktuell stets zeitnah beantwortet werden.

Vorteile

  • USB-C Anschluss
  • USB-Power Delivery (65 Watt)
  • Mit 600 ANSI-Lumen heller als die Konkurrenz
  • Kickstand auf der Unterseite
  • USB 3.0 Port
  • 2,4 & 5 GHz Wlan
  • Interner Akku
  • Objektvermeidung / automatische Bildanpassung
  • Durch Indiegogo-Projekt gerade stark reduziert

Neutral

  • Sound könnte besser sein
  • Kein Ethernet Port
  • Kein Chromecast

Nachteile

  • Keine Stativschraube auf der Unterseite

Mehr von Timm: Nerdbench Timm auf YouTube
Dieses Video empfehlen
Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Im Video hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen (Sorry dafür) es sind 599 Dollar wie es im Artikel korrekt steht :)
 
Sieht schon interessant aus. Wurden denn tatsächlich welche ausgeliefert oder sind das aktuell noch reine Versprechen?
 
@SnowDuck: Hast du das Video zum Gerät gesehen? Da ist einer zu sehen. Du kannst auch gern, falls du aus der Nähe kommst, nach Wiesbaden kommen - und ihn dir selbst anschauen :)
 
@Erbsenmatsch: naja Prototyp und Auslieferung sind zwei verschiedene Dinge.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen