Fingerabdruck durchs Display: Qualcomm meistert die Technik

Apple und Samsung sind bisher noch an der Technologie für Fingerprint-Sensoren gescheitert, die sich vernünftig ins Smartphone-Display integrieren lassen. Qualcomm kann nun aber wohl eine entsprechende Technologie liefern und macht sie gemeinsam mit Vivo erlebbar.

Der chinesische Smartphone-Hersteller hat auf dem aktuell stattfindenden Ableger des Mobile World Congress (MWC) in Shanghai einen entsprechenden Prototypen vorgestellt. Dieser soll sich von den bisherigen Verfahren vor allem dadurch unterscheiden, dass kein optisches Verfahren zur Erfassung der Hautstrukturen zum Einsatz kommt.

Ultraschall durch Glas und Metall

Stattdessen setzt Qualcomm auf eine Ultraschall-Technologie. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Fingerabdrücke besser durch das vergleichsweise dicke Glas der Display-Abdeckung erkannt werden können. Die Technologie ist auch unempfindlich gegenüber Metall sowie Öl- und Wasser-Filmen, die sich zwischen dem Sensor und dem Finger befinden. Es ist also insbesondere problemlos möglich, das Smartphone auch mit nassen Händen zu entsperren.

Qualcomm arbeitet schon seit einiger Zeit an der Technologie, erste Systeme hatten aber noch so einige Kinderkrankheiten. Inzwischen soll die Marktreife aber erreicht worden sein und das Unternehmen bietet Sensoren an, die hinter das Glas einer Frontabdeckung, hinter das Metall eines rückseitigen Deckels oder in ein OLED-Panel integriert werden können. Dabei kann die Glas-Version durch 0,8 Millimeter dicke Glas-Schichten arbeiten. Die Metall-Variante funktioniert bei bis zu 0,4 Millimeter dickem Aluminium.

Auf dem MWC in Shanghai kann man das neue Sensor-System ausprobieren, hier wurde es in das Smartphone Vivo Xplay 6 eingebaut. Das Gerät ist Vivos Flaggschiff des letzten Jahres. Es ist aufgrund der Partnerschaft wahrscheinlich, dass es in diesem Jahr mit dem kommenden Xplay 7 auf den Markt kommt - offizielle Bestätigungen hierfür gibt es aber noch nicht.
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