Kampfabstimmung: HTML5 hat jetzt ein offizielles DRM-Modul

Die HTML5-Spezifikationen verfügen jetzt erstmals offiziell über eine Technologie, die nicht für maximale Offenheit sorgt. Die Encrypted Media Extensions (EME) sind in einer Kampfabstimmung als DRM-Verfahren für den neuen Web-Standard verabschiedet ... mehr... Html5, Webtechnologie, Webstandard Bildquelle: W3C Html5, Webtechnologie, Webstandard Html5, Webtechnologie, Webstandard W3C

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ich hoffe dass ein standard für DRM heißt dass ein jeder sich "seinen" content notfalls DRMen lassen kann sodass man auch mal vom home-NAS streamen kann ohne ggf dafür belangt zu werden (abmahnanwälte versuchen ja teilweise alles) dass man diessen content einfach so ins netz pustet ohne diesen zu schützen oder so.
 
@My1: Wie genau sollen Anwälte dich dafür belangen? Bei einem Stream vom eigenen Server hast ja wohl hoffentlich nur du Zugriff darauf...
 
@My1: Ich hab 6 TB an Filmen und Serien auf meinem Root-Server liegen. Root-Login gesperrt, Zugang per SSH nur per Keyfile über geänderten Port. Per Domain nicht erreichbar, sofern man nicht eine bestimmte Domain in die Hosts-Datei prügelt und wer über die Server-IP auf den Server gelangen will, dessen IP-Adresse wird gleich für 60 Tage geblockt.

Soll mir mal ein Anwalt unterstellen, ich würde illegal Filme oder Serien verbreiten. ;-)
 
@SunnyMarx: Die frage ist ja dann eher: Wie kamen die da hin?
 
@Bautz: Darum gehts hier doch gar nicht. Es geht um die zur Verfügungstellung von Filmen. Und solange man ein System so abschottet, dass man nur selbst drauf kommt, ist es keine zur Verfügungstellung.

Und ich antwortete lediglich auf den Post von My1, weil ich ihm die Arbeit abnehmen wollte, dass er sämtliche seiner Filme mit DRM digital verblombt, obwohl es bereits technische Lösungen gibt.

Das hat nichts damit zu tun, dass hier Urheberrechte (Vervielfältigungsrecht oder Kopierrecht) verletzt werden. Denn meiner Meinung nach, verletzt es nicht das Recht des Rechteinhabers, wenn ich einen Film kopiere, um ihn an zwei unterschiedlichen Orten zu lagern aber immer nur selbst nutze. Oder aber ich einen Filmabend mache und nicht die einzelnen Scheiben aus den Hüllen presse, sondern an meinem HTPC auf den Webspace zugriff nehme und gleich das File abspiele. Der Rechteinhaber wird ja nicht um sein Geld gebracht. Er hat es ja bekommen.

Und ich werde nen Teufel tun, mich im Internet auf dubiosen Seiten profilieren zu wollen, in dem ich mal eben mein gesamtes Filmarchiv hochlade. Das ist eher was für Teenies, die im echten Leben unter einen massiven Minderwertigkeitskomplex leiden. Und denen sollte man ganz unverblümt mal auf die Flossen klopfen! 1700 Stunden gemeinnützige Arbeit sollten da Abhilfe schaffen. Wer mal ein Jahr um sonst arbeiten musste, wird wohl etwas mehr mit den Begriffen: "Mein" und "Dein" anfangen können.
 
@SunnyMarx: Dann ists ja ok ;-) Allerdings: Wie kamst du an die Filme ohne "wirksame Kopierschutzmaßnahme", die auch die Privatkopie ja (sinnloserweise natürlich) verbieten? VHS-Kasetten?
 
@Bautz: Ich habe schon einmal geschrieben, dass das Aushebeln des Kopierschutzes hier nichts zur Sache tut.

Mal davon ab, dass meiner Meinung nach ein Kopierschutz nur dazu dient, die Unzulänglichkeiten der Filmindustrie zu festigen. Es gibt nur wenige Filme, die Lautstärketechnisch einen Standard von 89 dB aufweisen. Die meisten Filme sind viel zu leise. Manche andere viel zu laut.

Dann hat man dazu noch das Problem mit den schwarzen Balken. Am schlimmsten auf heutigen Bildschirmen sind Filme, in 2,21 : 1, die einen schwarzen Balken auf 4:3 aufweisen und dann auf einem 16:9 Display wieder gegeben werden sollen. Da hat man dann den Film ohne sich daran zu vergreifen als Briefmarke auf dem Bildschirm. Das macht keinen Spaß.

Lautstärke anpassen und schwarze Balken entfernen gehört zu einem wirklich guten Filmerlebnis absolut dazu. Außerdem spart es Speicherplatz, wenn die schwarzen Balken nicht Bestandteil des Filmes sind, sondern durch das Abspielgerät erzeugt werden.
 
Ich hab kein Problem mit DRM solange es mir nicht im Weg steht. Wenn ich einen unnötigen Aufwand betreiben muss um etwas zu konsumieren und jemand, der es illegal anschaut diesen nicht hat, weil DRM entfernt, dann hab ich ein Problem damit. DRM ist wichtig, das ist klar. Wenn man bei Spotify einfach seine Lieder runterladen könnte, sein Abo kündigen und dann dennoch die Musik weiterhören, dann ergibt das ja nicht wirklich einen Sinn. Dann wäre der bezahlte Monat quasi der Kaufpreis für tausende von Liedern auf einmal.

Und wenn diese Maßnahme dafür sorgt, dass Flash endgültig verdrängt wird, dann ist das auch gut. Letztens erst erlebt, als ich mal auf Crunchyroll war, ein offizieller legitimer Animestreaming-Dienst, und nix gucken konnte weil ich kein Flash hab, hat mich das schon irgendwo verwirrt. So ziemlich jeder illegale stream in Netz hat Flash den Rücken gekehrt, aber die legalen kriegen das nicht hin? Seltsamerweise läuft die Windows10 App von Crunchyroll nicht mit Flash. Also im Grunde können sie es ja...
 
@Wuusah:
" Wenn ich einen unnötigen Aufwand betreiben muss um etwas zu konsumieren und jemand, der es illegal anschaut diesen nicht hat, weil DRM entfernt"
Darauf lief es eigentlich bisher immer hinaus, wobei die Contentanbieter sogar nicht vor Computersabotage bei den zahlenden Kunden zurückgeschreckt sind.
 
...herrschte dabei allerdings alles andere als ein Konsens..
bei 50/50 ok aber bei einer fast 2/3 Mehrheit recht eindeutig,oder ?
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